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Umfrage: Union rutscht unter magische Marke - Söder verliert einiges, Laschet abgeschlagen

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Von: Cindy Boden

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Nahaufnahme von Armin Laschet, CDU-Chef, der ein Pressestatement abgibt
Armin Laschet, CDU-Chef: Bei den Sympathie- und Leistungspunkten schneidet er schlecht ab. © Michael Kappeler/dpa

Im „Politbarometer“ zeigt sich: Viele wollen Olaf Scholz als Kanzler. Während eine deutliche Mehrheit mit der „Ampel“ rechnet, kämpfen Söder und Laschet mit schlechten Werten.

Berlin - Die Union war bei der Bundestagswahl schon historisch schlecht. In einer aktuellen Umfrage steht sie nun noch schlechter da. CDU und CSU rutschen unter die Marke von 20 Prozent. Wenn am nächsten Sonntag Bundestagswahl wäre, kämen die Parteien nur noch auf 19 Prozent, wie die Forschungsgruppe Wahlen für das ZDF-„Politbarometer“ (15. Oktober) ermittelte. Vor wenigen Tagen sah eine Insa-Umfrage von Bild die Union bei 20 Prozent.

Umfrage nach der Bundestagswahl: SPD stärkste Kraft, Union sackt ab

Die SPD läge laut ZDF-„Politbarometer“ unverändert bei 28 Prozent. Die Grünen kämen auf 17, die FDP auf 13, die AfD auf 11 und die Linke auf 5 Prozent. 63 Prozent der Befragten erwarten, dass die Union noch länger in ihrem Tief verharren wird. Die Krisen-Aufarbeitung läuft - es wird viel diskutiert, vor allem in der CDU.

Drei von vier Befragte fänden es gut, wenn SPD-Spitzenkandidat Olaf Scholz Kanzler würde - das sehen selbst 55 Prozent der befragten Unions-Anhänger so. Derzeit läuft die wohl finale Sondierungsphase. 88 Prozent der Befragten rechnen damit, dass es zu einer „Ampel-Regierung“ aus SPD, Grünen und FDP kommt. 62 Prozent fänden das gut, 19 Prozent fänden das schlecht. Eine „Jamaika-Koalition“ von Union, Grünen und FDP fänden hingegen 64 Prozent schlecht.

Bei der Bundestagswahl hatte die Union mit 24,1 Prozent im vorläufigen Ergebnis im Vergleich zu den früheren Jahren sehr schlecht abgeschnitten. Die SPD wurde stärkste Kraft mit 25,7 Prozent. (Der Koalitionspoker läuft - wie es weitergeht, erfahren Sie in unserem Politik-Newsletter.)

Kanzlerin Merkel weiterhin mit hohen Werten - CSU-Chef Söder verliert einige Punkte

Lange wird Angela Merkel nicht mehr ihr Büro im Kanzleramt haben. Bei den Top-Ten-Politikern bleibt sie laut „Politbarometer“ aber an der Spitze. Ihr Durchschnittswert bei der Beurteilung nach Sympathie und Leistung beträgt 2,3 auf einer Skala von +5 bis -5. Dahinter folgen die SPD-Politiker Olaf Scholz (2,0) und Manuela Schwesig (1,8). Die Ministerpräsidentin aus dem Norden sorgte mit ihrem Wunsch, den Regierungspartner zu wechseln, teils für Wirbel.

Auf Platz 4 und 5 folgen zwei Ampel-Sondierer, nämlich Robert Habeck (Grüne; 1,7) und Christian Lindner (FDP; 0,9). Markus Söder von der CSU erhält im Schnitt 0,5 Punkte und verliert im Vergleich zu vor zwei Wochen einige Punkte (damals 1,1). Annalena Baerbock hält sich bei 0,4. Im Minus-Bereich liegen zwei potenzielle Kandidaten für den CDU-Vorsitz: Jens Spahn (-0,1) und Friedrich Merz (-0,4). Noch-Chef Armin Laschet belegt den letzten Top-Ten-Platz mit minus 1,3. (cibo mit Material von dpa)

Hinweise zur Umfrage

Das ZDF-„Politbaromter“ wird von der Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen durchgeführt. Im Zeitraum vom 12. bis 14. Oktober wurden 1329 zufällig ausgewählte Wahlberechtigte telefonisch (Festnetz- und Mobilfunknummern) kontaktiert. Die Befragung ist repräsentativ für die wahlberechtigte Bevölkerung in Deutschland. Wahlumfragen sind generell mit Unsicherheiten behaftet. Sie spiegeln nur das Meinungsbild zum Zeitpunkt der Befragung wider und sind keine Prognosen auf den Wahlausgang.

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