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Union legt auch in nächster Umfrage zu: Vorsprung der SPD schmilzt

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Von: Andreas Schmid

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In fünf Tagen ist Bundestagswahl. Wer zieht ins Kanzleramt ein? Der Vorsprung der SPD auf die CDU/CSU wird kleiner.

Berlin - Kann die Union noch einmal in den Bundestagswahlkampf eingreifen? Kanzlerkandidat Armin Laschet sagte am Montag im Konrad-Adenauer-Haus: „Ich bin der festen Überzeugung, dass die Union diese Wahl gewinnen wird.“ Laut einer neuen Umfrage kann die CDU/CSU zumindest etwas an Boden gut machen. Die SPD bleibt aber weiterhin in Führung.

Bundestagswahl-Umfrage: Union legt als einzige Partei zu - und verkürzt den Abstand zur SPD

Laut dem „Trendbarometer“ von RTL und ntv kommt die Union auf 22 Prozent. Sie ist die einzige Partei, die im Vergleich zur letzten Erhebung des Meinungsforschungsinstituts Forsa an Prozentpunkten dazugewinnt (+1). Alle anderen Parteien kommen auf unveränderte Werte.

Die SPD um Kanzlerkandidat Olaf Scholz erreicht 25 Prozent und liegt damit drei Prozentpunkte vor der Union. Auf Rang drei folgen die Grünen mit 17 Prozent. FDP und AfD erreichen beide 11 Prozent. Die Linke muss mit 6 Prozent um den Einzug in den Bundestag zittern. Die sonstigen kleineren Parteien verlieren im Vergleich zur Vorwoche einen Punkt und erreichen zusammen 8 Prozent. Stärkste Partei der „Sonstigen“ sind die Freien Wähler mit 3 Prozent. Andere Umfragen hatten zuletzt eine ähnliche Verteilung prognostiziert.

Bundestagswahl-Umfrage: Diese Koalitionen sind aktuell möglich

In die möglichen Regierungsbündnisse nach der Bundestagswahl bringt auch die Forsa-Umfrage keine allzu große Bewegung. Unter Führung der SPD wären sowohl eine Ampel-Koalition (SPD, Grüne, FDP) als auch ein rot-grün-rotes Bündnis (SPD, Grüne, Linke) möglich.

Rechnerisch möglich ist auch ein Deutschland-Bündnis (SPD, Union, FDP) mit sozialdemokratischer Führung. Weil auch eine Fortführung der Großen Koalition rechnerisch möglich ist, gilt „Deutschland“ jedoch als unwahrscheinlich. Theoretisch denkbar ist zudem eine Kenia-Koalition (SPD, Union, Grüne). Die SPD hat zuletzt allerdings klar gemacht, nicht primär mit der Union regieren zu wollen. „Ich will keinen Hehl daraus machen, dass ich am liebsten eine Regierung mit den Grünen bilden möchte“, sagte Scholz im letzten TV-Triell und schob mit Blick auf die CDU/CSU hinterher: „Ich glaube, dass die meisten Wählerinnen und Wählern sich wünschen, dass die Union in der Opposition ist.“ Doch das entscheiden am Sonntag die Wählerinnen und Wähler. (as)

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