Kurz vor der Bundestagswahl

Umfrage-Turbulenzen: Plötzliche Wende für Laschets Union? - Zwei andere brechen ein

Für die Union scheint es in Umfragen zur Bundestagswahl wieder leicht nach oben zu gehen. Zwei andere Parteien brechen dagegen in der Wählergunst stark ein.

Berlin - In zwei Wochen entscheidet sich, wie der neue Bundestags aussieht - und damit wohl auch zumindest indirekt, wer die Nachfolge von Angela Merkel im Kanzleramt antreten wird. Olaf Scholz und die SPD gelten weiterhin als Favoriten - das sagen zumindest aktuelle Umfrageergebnisse zur Bundestagswahl. Die Union musste in den vergangenen Wochen gegen ein historisches Umfragetief ankämpfen. Eine aktuelle Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov zeigt nun unerwartet gute Neuigkeiten für die Christdemokraten: Es geht wieder leicht aufwärts. Eine weitere Befragung zeigt zumindest eine stabile Tendenz.

Der Abwärtstrend von CDU und CSU in der Wählergunst scheint also vorerst gestoppt: Der Erhebung zufolge würden bei einer Bundestagswahl an diesem Sonntag 21 Prozent der Wahlberechtigten die Union wählen. Damit erhält die Partei einen Prozentpunkt mehr als bei der Erhebung vor einer Woche.

Neue Umfrage sieht Erholung für Union - FDP und Linke mit Verlusten

Gleichzeitig verbessert sich allerdings auch die SPD um einen Punkt und wäre mit 26 Prozent weiterhin die stärkste Partei. Während die Grünen bei der Sonntagsfrage bei 15 Prozent verharren und die AfD bei 12 Prozent, verzeichnen FDP und Linke im Vergleich zur Vorwoche deutliche Verluste: Die Liberalen rutschen von 13 auf 10 Prozent ab, die Linke fällt von 8 auf 6 Prozent zurück.

Die Umfrage spiegelt allerdings nur das Meinungsbild zum Zeitpunkt der Befragung wieder: Bis zur Bundestagswahl könnte es noch eine Wendung geben, da mehr als jeder dritte Wähler noch unentschlossen ist. Der Umfrage zufolge haben erst 62 Prozent der Deutschen bereits ihre endgültige Wahlentscheidung getroffen. Die Werte der Demoskopen schwankten in den vergangenen Wochen stark. Am Sonntag folgt zudem das zweite Kanzler-Triell.

ZDF-Politbarometer: Keine großen Veränderungen bei der Sonntagsfrage

Auch das ZDF-„Politbarometer“ vom Freitag (10. September), lässt zumindest stabile Umfragewerte für die Union erkennen. Im Vergleich zur Vorwoche konnte die Forschungsgruppe Wahlen allerdings kaum große Veränderungen feststellen: Die SPD liegt in der Sonntagsfrage unverändert mit 25 Prozent vor der Union mit 22 Prozent. Die Grünen kämen weiterhin auf 17 Prozent, auch AfD und FDP bleiben hier unverändert bei jeweils 11 Prozent. Lediglich für die Linke geht es einen Punkt nach unten auf 6 Prozent. 41 Prozent der Befragten sind aber noch unsicher, ob und wen sie wählen wollen.

Bei der Frage, wen die Deutschen als Kanzler bevorzugen würden, liegt SPD-Spitzenkandidat Olaf Scholz mit 48 Prozent zwar weiter deutlich vorne, verliert jedoch fünf Prozentpunkte. CDU-Chef Armin Laschet legt drei Punkte auf 21 Prozent zu. Grünen-Chefin Annalena Baerbock kommt mit 16 Prozent auf Platz drei. (dpa/sf)

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