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Klappt die sicher geglaubte Wiederwahl für ihn? Alexis Tsipras' Linksbündnis Syriza führt nur noch knapp vor den Konservativen der Nea Dimokratia mit ihrem Vorsitzenden Evangelos Meimarakis (l.). Foto: Yannis Kolesidis

Umfragen: Enges Rennen zwischen Tsipras und Konservativen

Athen (dpa) - Eine Woche vor der vorgezogenen Wahl in Griechenland am 20. September deuten drei Umfragen ein spannendes Kopf-an-Kopf-Rennen an.

Eine in der konservativen Zeitung "Kathimerini" veröffentlichte repräsentative Erhebung sieht das Linksbündnis Syriza von Alexis Tsipras mit 28,5 Prozent knapp in Führung vor den Konservativen der Nea Dimokratia (ND), die mit ihrem Vorsitzenden Evangelos Meimarakis auf 27,5 Prozent kommen.

Eine Erhebung für die Zeitung "Parapolitika" (Samstag) zeigt einen noch knapperen Vorsprung der Syriza mit 25,0 gegen 24,7 Prozent für die Nea Dimokratia. Auch in einer im Fernsehsender Mega präsentierten Umfrage am Freitagabend zeigte sich ein hauchdünner Vorsprung der Linken ab. Syriza wurde hier mit 26 Prozent und die Nea Dimokratia mit 25,8 Prozent gemessen.

Die Wahlen am 25. Januar hatte Tsipras mit 36,3 Prozent vor der ND mit 27,8 Prozent gewonnen. Von den 300 Sitzen werden 250 proportional verteilt; die stärkste Partei bekommt zudem einen Bonus von 50 Sitzen. Nach den Umfragen würde keine Partei eine absolute Mehrheit von 151 Mandaten erreichen.

Im Rennen um den dritten Platz sehen alle Umfragen die Rechtsextremisten der Goldenen Morgenröte vorn mit bis zu sieben Prozent. Die Kommunisten sowie die bürgerliche Partei To Potami und die traditionellen Sozialisten kämpfen um Platz vier. Alle diese Parteien werden zwischen vier und sechs Prozent gemessen. Die Protestpartei Union des Zentrums darf auf bis zu 4,6 Prozent hoffen.

Die von der Syriza abgespaltene Linkspartei Volkseinheit (LAE) liegt knapp über der Drei-Prozent-Hürde. Zittern muss der bisherige Koalitionspartner der Syriza, die rechtspopulistische Partei der Unabhängigen Griechen (Anel). Sie liegt in den Umfragen bei etwa zwei bis drei Prozent. Für den Einzug ins Parlament sind drei Prozent notwendig.

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