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Kann sich Emmanuel Macron in der Nationalversammlung bald auf eine Dreiviertelmehrheit stützen? Der zweite Wahlgang der Parlamentswahl wird es am Sonntag zeigen.

Zweiter Wahlgang am Sonntag

Parlamentswahl: Umfragen sagen Macron Erdrutschsieg voraus

Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron steht Umfragen zufolge vor einem Erdrutschsieg bei der Parlamentswahl am Sonntag. Er könnte sich künftig auf eine Dreiviertelmehrheit stützen.

Paris – Macrons Partei La République en Marche könnte am Sonntag zusammen mit der verbündeten Zentrumspartei MoDem zwischen 440 und 470 der 577 Abgeordnetenmandate gewinnen, wie es in zwei aktuellen Umfragen heißt. Das würde bedeuten, dass sich der sozialliberale Präsident künftig in der Nationalversammlung auf eine Dreiviertelmehrheit stützen kann. 

Die Meinungsforschungsinstitute Opinionway Orpi und Harris interactive-Indeed sehen das konservative Lager nach der zweiten Wahlrunde bei zwischen 60 und 90 Sitzen, die Sozialisten mit verbündeten linken Parteien bei zwischen 20 und 35 Sitzen. Linkspartei und Kommunisten kämen demnach auf zwischen fünf und 25 Sitze, die rechtspopulistische Front National auf bis zu sechs Sitze. Umfragen sagen zugleich eine historisch niedrige Wahlbeteiligung von rund 46 Prozent voraus.

Macrons Bündnis war im ersten Wahlgang am vergangenen Sonntag mit 32,3 Prozent an erster Stelle gelandet. Wegen des Mehrheitswahlrechts mit zwei Runden kann sie nun mit einer klaren absoluten Mehrheit rechnen. Überall dort, wo am im ersten Wahlgang kein Wahlkreis-Kandidat mehr als 50 Prozent der Stimmen auf sich vereinigen konnte, kommt es am Sonntag zu einer zweiten Runde. Damit hätte der vor einem Monat gewählte Präsident freie Fahrt für seinen Reformkurs. Der 39-jährige Staatschef will unter anderem den Arbeitsmarkt reformieren.

AFP

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