Marcel Huber bleibt Minister für Umwelt und Verbraucher

Umwelt: „Marzl“ managt Seehofers Krisen

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München - Er bleibt der Krisenmanager im Kabinett Seehofer: Marcel Huber behält seinen Posten als bayerischer Umweltminister.

Diese Woche bekam Marcel Huber ein ungebetenes Kompliment. „Ich hoff’, Sie sind der nächste Umweltminister“, rief die Grüne Margarete Bause durch den Plenarsaal: „Es gibt Schlimmere als Sie!“ Das war nett gemeint, Bause fügte an, hoffentlich schade ihm das jetzt nicht in der CSU.

Tatsächlich ist der bodenständige Ampfinger einer der beliebtesten, uneitelsten Minister. Als Flut-Manager erwarb er sich bei Seehofer so große Verdienste, dass es nicht mal einen Rüffel gab, als Huber mit seinen groben Feuerwehrstiefeln zur Kabinettssitzung stapfte; über den teuren Teppich in Pastelltönen.

Es war nicht Hubers erster Kriseneinsatz. Als Umwelt- und Gesundheitsminister führte er seit 2011 das gefahrgeneigteste Ressort. Oft gab es unpopuläre Themen. Schlagworte: Ferkel schlachten, Müller-Brot-Skandal, Endlager suchen, Biber-Ärger, Rinder-TBC, Wende im Donau-Ausbau. Der stille Oberbayer, als gelernter Tierarzt ein Polit-Quereinsteiger, packte alles mit Bedacht an: „Ständig zwischen den Stühlen? So war die Stellenbeschreibung.“ So wird man kein Kronprinz in der Landespolitik, aber eine verlässliche Größe jedes Kabinetts. Zur Belohnung darf der Erststimmenkönig – 63,1 Prozent – weitere Krisenherde anpacken: Verbraucherschutz wird seinem Ressort zugeschlagen. Er wird sich einarbeiten. „Täglich einen halben Meter Akten wegschaufeln“, gab er mal als seine Taktik aus. Nur eines gelang ihm nie: Seehofer seinen Vornamen sagen. Der spricht ihn immer als „Marzl“ an.

cd

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