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Umweltministerin Barbara Hendricks will einen bayerischen Standort als Endlager nicht ausschließen. 

Radioaktiver Atommüll

Umweltministerin Hendricks: Atom-Endlager auch in Bayern möglich

München - Atommüll-Endlager sind aus Sicht von Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) auch in Bayern durchaus denkbar.

Dem BR Fernsehen sagte sie am Donnerstag über die Möglichkeit, dass ein bayerischer Standort ausgewählt wird: „Die sind genauso gefährdet oder nicht gefährdet wie alle anderen Gebiete in der Bundesrepublik Deutschland auch, wir gehen ja von einer weißen Landkarte aus.“ Drei Gesteinsformationen kommen ihren Angaben zufolge infrage: Salz, Ton und Granit. Die bayerischen Standorte wären damit ebenso im Rennen wie andere mögliche Endlagerstätten mit den gleichen Eigenschaften.

Damit widersprach Hendricks ihrer bayerischen Kollegin Ulrike Scharf (CSU). Die hatte nach Angaben des Bayerischen Rundfunks zuvor erklärt, Granit sei nicht als Gestein einer Endlagerstätte geeignet - deshalb kämen die möglichen Standorte Bayerischer Wald und Fichtelgebirge nicht infrage.

Hendricks: Suche sei „ergebnisoffen“

„Klar ist, dass auch die bayerische Kollegin natürlich nicht im Vorhinein Festlegungen machen kann, wo es nicht geht“, sagte Hendricks. Sie betonte, die Suche sei ergebnisoffen: „Es kann sein, dass dann herauskommt, dass es keinen Standort in Bayern gibt, das ist möglich, aber jetzt kann das noch niemand wissen.“

Der Bundestag hatte am Donnerstag Regeln und Kriterien für die Suche nach einem deutschen Endlager für hoch radioaktiven Atommüll beschlossen. Auf dieser Grundlage sollen Experten bis 2031 den Ort finden, an dem der strahlende Abfall aus Atomreaktoren eine Million Jahre lang möglichst sicher unterirdisch lagern kann.

dpa

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