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Eineinhalb Jahre vor Ende der Frist für die Rücknahme von Atommüll aus Frankreich dringt das Bundesumweltministerium auf eine Einlagerung der Castoren im badischen Philippsburg.

Gespräche mit dem Energieversorger EnBW

Umweltministerium: Atommüll zwischenlagern

Stuttgart - Eineinhalb Jahre vor Ende der Frist für die Rücknahme von Atommüll aus Frankreich dringt das Bundesumweltministerium auf eine Einlagerung der Castoren im badischen Philippsburg.

Nach dpa-Informationen führt das Haus von Barbara Hendricks (SPD) entsprechende Gespräche mit dem Energieversorger EnBW. Ein Sprecher des baden-württembergischen Umweltministeriums erklärte, Ziel sei es, „EnBW zur notwendigen Antragstellung beim Bundesamt für Strahlenschutz zu bewegen“.

Der Atommüll kommt aus der Wiederaufbereitungsanlage in La Hague in der Normandie. Dort wurden aus abgebrannten Brennelementen von Atomkraftwerken in Deutschland die wiederverwertbaren radioaktiven Spaltprodukte herausgetrennt. Ein Transport des Atommülls nach Deutschland steht bis Ende nächsten Jahres an.

Eine Sprecherin des Bundesumweltministeriums sagte, es gebe „regelmäßig fachliche und politische Gespräche mit den Ländern und den Betreibern auf unterschiedlichen Ebenen“. Baden-Württemberg habe neben Schleswig-Holstein politisch zugesagt, Castoren aus Frankreich und England an einem Standort in ihrem Bundesland zwischenzulagern. „Von daher können die Betreiber nun die erforderlichen Anträge auf Transportgenehmigung der fünf Castor-Behälter, die aus Frankreich zurückgenommen werden müssen, nach Baden-Württemberg stellen.“

dpa

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