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In diesem Lastwagen starben 71 Flüchtlinge, darunter vier Kinder - der UN-Flüchtlingskommissar fordert jetzt einen härteren Kampf gegen Schlepperbanden.

"Schlimmste kriminelle Banden"

UN-Flüchtlingskommissar fordert mehr Kampf gegen Schlepper

Genf - Angesichts der Flüchtlingstragödie in Österreich mit 71 Toten hat der UN-Hochkommissar für Flüchtlinge die Staaten Europas zum entschlossenen Vorgehen gegen Schlepperbanden aufgerufen.

„Diese Menschenschmuggler sind die schlimmsten kriminellen Banden und es ist tragisch, dass sie sich im Mittelmeer und inzwischen auch auf den Autobahnen Mitteleuropas bewegen können“, sagte António Guterres am Freitag der Deutschen Presse-Agentur (dpa) in Genf.

Die Polizei, Sicherheitsdienste und andere zuständige Behörden müssten ihre internationale Zusammenarbeit deutlich verstärken, um effektiver gegen Menschenschmuggler vorgehen zu können. Zugleich müssten die Opfer besser geschützt werden, forderte Guterrres. Schlepper hatte am Mittwoch auf einer Autobahn rund 50 Kilometer südlich von Wien einen Lastwagen mit 71 Leichen von Flüchtlingen abgestellt. Nach Polizeiangaben stammten viele dieser Menschen wahrscheinlich aus Syrien.

„Wir brauchen legale Zugangswege, auf denen Menschen nach Europa kommen können, die wirklich Schutz benötigen, ohne dass sie solche schrecklichen Verletzungen ihrer Menschenrechte erdulden müssen.“ Ausdrücklich würdigte Guterres im dpa-Gespräch die „sehr positive Politik der deutschen Regierung zum Schutz von Flüchtlingen“. Dies gelte insbesondere hinsichtlich der Hilfe für syrische Flüchtlinge. „Es ist nur schade, dass dem deutschen Beispiel nicht viele andere Länder in Europa folgen“, sagte der UN-Hochkommissar.

dpa

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