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UN-Generalsekretär Ban Ki Moon will 12.000 Blauhelmsoldaten nach Zentralafrika schicken.

Anhaltende Gewalt

UN-Chef: 12.000 Blauhelme nach Zentralafrika

New York - Angesichts der anhaltenden Gewalt in der Zentralafrikanischen Republik hat UN-Generalsekretär Ban Ki Moon die Entsendung von knapp 12.000 Blauhelmen in das Land empfohlen.

In einem Bericht an die 15 Mitglieder des UN-Sicherheitsrats, der am Montag der Nachrichtenagentur AFP vorlag, nannte Ban die Zahl von 10.000 Soldaten und 1820 Polizisten, um Sicherheit und Ordnung wiederherzustellen. Die Priorität der Friedenstruppe müsse der Schutz der Zivilisten sein, bevor ihr Mandat auf die "Unterstützung des politischen Prozesses" erweitert werde.

Zunächst müssten die UN-Soldaten die Kämpfe beenden und die Sicherheit wiederherstellen, hieß es in dem Bericht. Anschließend würden Polizisten nach und nach die Kontrolle in der Hauptstadt Bangui übernehmen, später auch in den anderen Städten. Schließlich würden Verwaltungsfachleute, Juristen und Ingenieure hinzukommen, um die Regierung in der Übergangsphase zu begleiten. Dabei werde es darum gehen, die Abhaltung von Wahlen zu begleiten, Hilfslieferungen abzusichern und die Rückkehr der Flüchtlinge zu ermöglichen.

Laut Diplomaten werden die ersten Blauhelme nicht vor September oder Oktober entsandt werden können. Bisher sind 6000 Soldaten der Afrikanischen Union sowie 2000 französische Soldaten im Einsatz. Die EU hat zugesagt, bis zu tausend Soldaten zu stellen. Den bisher eingesetzten Truppen ist es nicht gelungen, in dem multikonfessionellen Land im Herzen Afrikas die Spirale der Gewalt zwischen muslimischen und christlichen Milizen zu stoppen, die mit dem Sturz von Präsident François Bozizé vor einem Jahr in Gang gesetzt worden war.

afp

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