Karius meldet sich bei Twitter zu Wort - Verlässt er Liverpool?

Karius meldet sich bei Twitter zu Wort - Verlässt er Liverpool?
+
UN-Generalsekretär Ban Ki Moon spricht auf seiner letzten Generaldebatte in New York. Nach zehn Jahren gibt Ban das Amt Ende Dezember ab. 

"New Yorker Erklärung"

UN-Gipfel verabschiedet Erklärung - bindend ist sie aber nicht

New York - Kurz vor dem Auftakt der jährlichen Generaldebatte laden die UN zu einem großen Flüchtlingsgipfel. Die dort verabschiedete "New Yorker Erklärung" feiert UN-Chef Ban als "Durchbruch".

Mit einer "New Yorker Erklärung" zum besseren Umgang mit Migration und Flucht wollen die Vereinten Nationen die globale Flüchtlingskrise in den Griff bekommen. Das Dokument wurde am Montag bei einem erstmals abgehaltenen und hochrangig besetzten UN-Gipfel in New York verabschiedet.

UN-Generalsekretär Ban Ki Moon sprach von einem "Durchbruch der gemeinsamen Anstrengungen, die Herausforderungen der menschlichen Mobilität anzugehen".

"Flüchtlinge und Migranten dürfen nicht als Belastung angesehen werden", sagte Ban. "Sie bieten großes Potenzial, wenn wir es ausschöpfen." Der Gipfel zeige, dass die internationale Gemeinschaft bei dem Thema zusammenstehen könne. "Aber der Gipfel wird nur eine wahre Bedeutung haben, wenn wir die heute gegebenen Versprechen auch einhalten."

Lediglich eine Absichtserklärung

Mit der "New Yorker Erklärung" einigen sich die 193 UN-Mitgliedsstaaten auf gemeinsame Prinzipien zum Umgang mit Flüchtlingen und Migranten. Unter anderem sollen Flüchtlingsströme besser organisiert werden, die Rechte von Flüchtlingen und Migranten besser geschützt und ihre Integration durch Bildung und Arbeit besser gefördert werden.

Das Dokument soll der Beginn eines Prozesses mit weiteren Treffen sein, der 2018 zu einem globalen Flüchtlingspakt führen soll. Die "New Yorker Erklärung" ist allerdings lediglich eine Absichtserklärung und nicht bindend.

Trotzdem liefere sie "exakt die richtige Botschaft zum richtigen Zeitpunkt", lobte Weltbankchef Jim Yong Kim. Erstmals würden die Verantwortlichkeiten für Flüchtlinge "wirklich geteilt", sagte UN-Flüchtlingskommissar Filippo Grandi.

Hilfsorganisationen sehen die Erklärung jedoch kritischer. Ihre "hochfliegenden Ziele werden durch das praktische Handeln vieler teilnehmender Staaten konterkariert", sagte Aurelie Ponthieu von Ärzte ohne Grenzen. "Statt die Rechte des Einzelnen zu achten und bereits bestehende Verpflichtungen einzuhalten, wählen viel zu viele Regierungen immer restriktivere und schädlichere Ansätze."

Kampf gegen rhetorische Hetze gegen Flüchtlinge

Bei dem Gipfel, der einen Tag vor dem Beginn der 71. UN-Generaldebatte stattfand, wurde die Internationale Organisation für Migration (IOM) offiziell in die Vereinten Nationen eingegliedert. "Das wird unsere gemeinsame Reaktionsfähigkeit weiter stärken", sagte UN-Chef Ban.

Außerdem starteten die Vereinten Nationen eine Kampagne zum Kampf gegen rhetorische Hetze gegen Flüchtlinge und Migranten. "Wir müssen die Art und Weise ändern, mit der wir über Flüchtlinge und Migranten sprechen. Und wir müssen mit ihnen sprechen", sagte Ban. "Wenn wir zusammen handeln, können wir gegen wachsende Fremdenfeindlichkeit ankommen und Angst in Hoffnung verwandeln."

Bei dem Gipfel wollten bis in die Nacht zum Dienstag hinein Dutzende Staats- und Regierungschefs und andere Vertreter der UN-Mitgliedsländer sprechen. Für Deutschland nimmt Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) teil.

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Gelangten Gefährder unrechtmäßig ins Land? Verfassungsschutz schaltet sich in Bamf-Skandal ein
Haben potenzielle Terroristen möglicherweise von falschen Entscheidungen in der Bremer Bamf-Außenstelle profitiert? BKA und Verfassungsschutz sind eingeschaltet - und …
Gelangten Gefährder unrechtmäßig ins Land? Verfassungsschutz schaltet sich in Bamf-Skandal ein
Seehofer verteidigt Pläne für Asylzentren
Berlin (dpa) - Bundesinnenminister Horst Seehofer hält trotz Kritik aus den Bundesländern an den von der Regierungkoalition geplanten Asylzentren fest.
Seehofer verteidigt Pläne für Asylzentren
Bamf-Vermittler und Dolmetscher sollen Geld kassiert haben
Die Bamf-Affäre entwickelt sich für Innenminister Seehofer zum Dauerproblem. In Bremen soll ein Vermittler von Asylbewerbern Geld für sich und einen Dolmetscher genommen …
Bamf-Vermittler und Dolmetscher sollen Geld kassiert haben
Streit in Dresdner Asylheim eskaliert: Rund 50 Flüchtlinge greifen Polizei an
Ein Streit bei der Essensausgabe in einem Flüchtlingsheim in Dresden eskaliert. Rund 50 Asylbewerber griffen die Polizei an. 
Streit in Dresdner Asylheim eskaliert: Rund 50 Flüchtlinge greifen Polizei an

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.