Für Kliniken und Sanitäranlagen

UN: Israel muss Treibstoff für Generatoren nach Gaza lassen

Angesichts der Energiekrise im palästinensischen Gazastreifen haben die Vereinten Nationen Israel aufgefordert, dringend benötigten Treibstoff in die Region zu lassen.

New York - Andernfalls könnten Krankenhäuser schließen, zudem könne Abwasser auf die Straßen laufen, warnte UN-Hilfskoordinator Jamie McGoldrick am Mittwoch. Kliniken und Sanitäranlagen sind in Gaza auf Generatoren angewiesen. Im Februar hatten 16 medizinische Zentren und drei kleinere Kliniken die Arbeit wegen Treibstoffmangels bereits einstellen müssen.

Derzeit sind laut UN mindestens 60 000 Liter Treibstoff nötig, um 46 Krankenhäuser sowie Wasser- und Sanitäranlagen über die kommenden vier Tage grundlegend in Betrieb zu halten. Bei knapp einem Drittel der Wasser- und Sanitäranlagen reiche der Vorrat nur für ein oder zwei Tage. Von überfließendem Schmutzwasser könnten 1,2 Millionen Palästinenser betroffen sein, fünf Kliniken drohe zudem die Schließung.

„Das Wohlergehen von zwei Millionen Menschen, von denen die Hälfte Kinder sind, steht auf dem Spiel“, äußerte McGoldrick. „Es ist nicht hinnehmbar, dass den Palästinensern in Gaza die einfachsten Teile eines würdevollen Lebens vorenthalten werden.“

Die radikalislamische Hamas hatte 2007 die alleinige Macht im Gazastreifen an sich gerissen. Die EU, die USA und Israel stufen die Hamas als Terrororganisation ein. Israel hat eine Blockade über das Küstengebiet verhängt, die mittlerweile von Ägypten mitgetragen wird. Die rund zwei Millionen Einwohner leben unter schwierigen humanitären Bedingungen und mit ständigen Stromausfällen.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa / Mahmoud Bassam

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