UN-Tribunal: Ratko Mladic zu lebenslanger Haft verurteilt

UN-Tribunal: Ratko Mladic zu lebenslanger Haft verurteilt
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Anhänger der islam- und fremdenfeindlichen Pegida-Bewegung in Dresden. Foto: Archiv

Unbekannte übernehmen Pegida-Facebookseite

"Zeig Rassismus die rote Karte" - Ein Slogan, der so gar nicht zu Pegida passt: Offensichtlich haben Gegner des fremdenfeindlichen Bündnisses die Facebookseite des Dresdner Bündnisses übernommen. Im Netz herrscht Verwirrung.

Dresden (dpa) - Die Facebookseite des islam- und fremdenfeindlichen Pegida-Bündnisses ist offenbar gekapert worden.

"Zeig Rassismus die rote Karte", prangte am Freitagabend auf der Seite, die Unbekannte offensichtlich nach der Entfernung der "offiziellen" Pegida-Seite durch Facebook mit dem alten Namen neu angemeldet hatten. "Es ist endgültig! Pegida wurde von Facebook gesperrt. Und damit der Lutz (Bachmann) nicht mehr auf dumme Gedanken kommt hab ich mir die Facebookadresse (...) gesichert", hieß es in einem Post.

Ein Screenshot zeigte eine Mitteilung, in der Facebook einem User erklärt, dass die Prüfung seines Berichts über Hassbotschaften bei Pegida zu der Entfernung der Seite geführt habe. Facebook-User reagierten verwirrt. "Darf ich fragen was vorgefallen ist? Und wieso hat Lutz "nicht mehr das Kommando"?", schrieb ein Nutzer. Zuletzt hatte die "offizielle" Pegida-Seite mehr als 200 000 Likes.

Noch am Abend wich das Pegida-Bündnis unter dem Namen "PEGIDADEUTSCHLAND2014" auf eine andere Facebookseite aus. "Freunde, Patrioten, da Facebook uns ‪#geMAASregelt‬ hat, wechseln wir vorerst auf unsere Ersatzseite!", schrieb Pegida-Chef Lutz Bachmann auf seiner Facebookseite.

Facebook äußerte sich nicht zum Geschehen. Man kommentiere einzelne Fälle nicht, sagte ein Sprecher. "Grundsätzlich gilt, Verstöße gegen Richtlinien ziehen entsprechende Sanktionen nach sich."

Bachmann hatte schon am Nachmittag mitgeteilt, dass es Pegida nicht mehr möglich sei, Inhalte zu veröffentlichen. Er machte einen "Meldemarathon der Maas-Truppen" dafür verantwortlich.

Pegida wirft Bundesjustizminister Heiko Maas Zensur vor. Der SPD-Politiker macht sich gegen Hass und Hetze im Internet stark und hat Facebook mehrfach zum Handeln aufgefordert.

In Kommentaren auf Bachmanns Seite schrieb ein Nutzer: "Irgendein linker Troll hat sich inzwischen die Adresse gesichert". Ein anderer meinte: "Herr Maas bekommt früh oder später seine Quittung....!!!!!!"

Schon am Dienstag hatte Facebook die Pegida-Seite offenbar wegen Verstoßes gegen die Nutzungsbedingungen und Gemeinschaftsstandards für mehrere Stunden vom Netz genommen. Fälle in der Vergangenheit haben gezeigt, dass Facebook bei anhaltenden Verstößen nach Verwarnungen Seiten auch endgültig entfernt.

Gekaperte Pegida-Seite

Neuer "offizieller" Pegida-Account

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