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Die Flüchtlingsunterkunft in Tempelhof.

„Wir züchten Terroristen heran“

Undercover-Journalist: Seine Erlebnisse in 35 Flüchtlingsheimen

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Berlin - Wie lebt es sich in einer Flüchtlingsunterkunft? Ein Undercover-Journalist hat sich als Asylbewerber ausgegeben und Erschreckendes erlebt. Sein Fazit: „Wir züchten Terroristen heran.“

Vor eineinhalb Jahren kamen mehr als Hunderttausend Flüchtlinge nach Deutschland. Seit eineinhalb Jahren gibt es intensive Debatten, um die Thematik. Vor allem nach dem Terror-Anschlag in Berlin. Wie es sich in den Asylunterkünften lebt, hat nun ein Undercover-Journalist aufgedeckt. Shams ul-Haq, selbst vor über 20 Jahren nach Deutschland eingewandert, hat sich als Asylbewerber ausgegeben und war in 35 verschiedenen Flüchtlingsheimen untergebracht. Allein die Tatsache, dass er so oft mit verschiedenen Geschichten untergekommen ist, überrascht. Seine Erlebnisse hat er in seinem Buch „Brutstätte des Terrors“ aufgeschrieben - und sie schockieren.

Unter anderem berichtet er von der Unterkunft im Hangar von Berlin Tempelhof. „Früher brannte nachts Licht, sodass man kaum schlafen konnte, das ist jetzt anders“, sagt er im Interview mit der Berliner Morgenpost. „Dann die Toiletten. Sie stinken, und ich finde, dass man sie kaum benutzen kann.“ Außerdem gab es auch sexuelle Misshandlungen unter den Flüchtlingen. Das Schlimmste sei aber, dass die Leute nichts zu tun haben. „Sie hängen den ganzen Tag ohne jede Beschäftigung herum. Da kommen manche auf dumme Gedanken.“ Die Notunterkunft wehrte sich gegen diese Behauptungen. Die Toiletten seien in einem ordentlichen Zustand und werden täglich gesäubert und auch sexuelle Übergriffe habe es laut Polizei nicht gegeben, heißt es im Artikel der Morgenpost.

Problematisch ist, dass in einigen Heimen den Menschen kein Gebetsraum zur Verfügung steht. Wenn dann noch Salafisten, die sich bei Hilfsorganisationen einschleichen, an die Flüchtlinge herantreten, wird es gefährlich. „Die sprechen mit Flüchtlingen, laden sie zum Essen ein und nehmen sie mit in eine Moschee, die von den Islamisten geprägt ist. In Berlin ist das zum Beispiel die Al-Nur-Moschee in Neukölln“, berichtet ul-Haq. „Die Flüchtlingsunterkünfte sind ein Nährboden für Salafisten und Terroristen. Manchmal heißt es ja, dass Deutschland Terroristen importieren würde. Tatsächlich aber züchten wir sie selbst heran.“

Geflüchtete Menschen klammern sich an Gott

Die Salafisten gehen perfide vor. Sie suggerieren den Flüchtlingen, dass Deutschland sie zum Christentum konvertieren will und deshalb keinen Gebetsraum oder Essen anbietet, das „halal“ist. Vor allem das Gebet ist für die geflüchteten Menschen wichtig, da sie sich mit „ihrer gesamten Angst und Unsicherheit an Gott“ klammern und hoffen, dass er ihnen Halt gebe, schreibt er . Können sie nicht in Ruhe beten, was bei großen Unterkünften ohne eigenen Ruheraum nahezu unmöglich ist, dann erinnern sie sich an die Worte der Salafisten, schreibt er ul-Haq in seinem Buch.

Sie werden nachdenklich und kommen so in die falschen Hände. Allerdings ist ul-Haq wichtig zu betonen, dass er auch positive Erfahrungen gemacht hat. „Es gibt auch vorbildliche Unterkünfte. Da schmeckt das Essen, da gibt es einen Gebetsraum, sodass niemand auf die Idee kommt, in eine Moschee zu gehen, die möglicherweise problematisch ist“, sagt der Journalist. „Da sorgt der Bürgermeister, dass die Menschen arbeiten können, und es gibt regelmäßig Kontakt mit den deutschen Bewohnern.“ 

Er halte die Zahl der Flüchtlinge, die problematisch sind, für sehr klein. Aber es können mehr werden, wenn die Politik nicht aufwache und die Zustände in den Unterkünften verbessere, sagt ul-Haq. Außerdem bemängelt er das System der Doppelregistierung. Obwohl er in einigen Fällen Fingerabdrücke abgeben musste, konnte er problemlos woanders erneut Asyl beantragen.

Grenzen auf, Grenzen zu, Deal mit der Türkei: Die Chronologie der Flüchtlingskrise

sap

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