+
Der ungarische Regierungschef Orban hat der Stadt Wittenberg einen Besuch abgestattet.

Kein offizieller Staatsbesuch

Ungarns Regierungschef Orban besucht Wittenberg - Kritik an Haseloff

Ungarns umstrittener Regierungschef Viktor Orban hat Wittenberg besucht und sich Schauplätze des Reformationsjubiläums angesehen. Ministerpräsident Haseloff begleitet ihn.

Wittenberg - Begleitet wurde er von Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU), was im Vorfeld viel Kritik ausgelöst hatte. Politiker von SPD und Linkspartei forderten Haseloff auf, bei dem Treffen auch kritische Themen anzusprechen. Orban ist wegen seiner harten Haltung in der Flüchtlingspolitik umstritten. Kürzlich erklärte er das östliche Mitteleuropa zur „migrantenfreien Zone“.

Kein offizieller Staatsbesuch

Orban und Haseloff besuchten am Montag unter anderem die Schlosskirche, an deren Tür Martin Luther vor 500 Jahren seine Thesen angeschlagen haben soll. Die Magdeburger Staatskanzlei hatte zuvor betont, dass es sich um eine private Visite Orbans handele, die spirituelle Gründe habe. Es sei kein offizieller Staatsbesuch. Laut Staatskanzlei war es aus Gründen der Höflichkeit und Etikette geboten, dass er Orban bei dem Besuch begleitet.

Am Dienstag will der Gast weiter nach Dresden reisen und dort mit dem sächsischen Ministerpräsidenten Stanislaw Tillich (CDU) zu einem Mittagessen zusammenkommen.

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

EU-Staaten feiern Startschuss für Verteidigungsunion
Mit einer Zeremonie am Rande des EU-Gipfels haben Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Staats- und Regierungschefs 24 anderer EU-Länder den Start der neuen europäischen …
EU-Staaten feiern Startschuss für Verteidigungsunion
Deutschland beharrt auf Flüchtlingsverteilung in Europa
Der bittere Streit über die Asylpolitik überschattet den EU-Gipfel in Brüssel. Aber die Gemeinschaft findet trotzdem einen Grund zum feiern.
Deutschland beharrt auf Flüchtlingsverteilung in Europa
USA werfen Iran Verletzung von UN-Resolutionen vor
Washington (dpa) - Die USA werfen dem Iran die Bewaffnung von militanten Gruppen mit Raketen und damit die massive Verletzung von UN-Resolutionen vor.
USA werfen Iran Verletzung von UN-Resolutionen vor
„Wenn es bei uns so scheiße ist, warum sind Sie hier?“ - Richter distanziert sich von rechter Szene
Richter Stephan Hantke war durch den Prozess gegen einen 29-jährigen Asylbewerber und dem Satz „Wenn es bei uns so scheiße ist, warum sind Sie hier?“ bekannt geworden. …
„Wenn es bei uns so scheiße ist, warum sind Sie hier?“ - Richter distanziert sich von rechter Szene

Kommentare