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Mit mehr Kontrollen will die Union die Lage der Prostituierten in Deutschland verberssern.

"Vorhölle für viele Prostituierte"

Politiker wollen Bordelle besser kontrollieren

Berlin  - Mehr Kontrolle und mehr Hilfe für die Opfer von Zwangsprostitution: Dem Wildwuchs im horizontalen Gewerbe will die Union Einhalt gebieten.

Um die Lage von Prostituierten in Deutschland zu verbessern, wollen CDU  und CSU  in der großen Koalition ein umfangreiches Maßnahmenpaket umsetzen. Zu den Eckpunkten, die Unionsfraktionsvize Günter Krings (CDU) und die stellvertretende CSU-Generalsekretärin Dorothee Bär am Dienstag in Berlin vorstellten, gehören eine stärkere Regulierung der Bordelle  und eine bessere Unterstützung der Opfer von Zwangsprostitution.

Mit der Liberalisierung des Prostitutionsrechts vor zwölf Jahren sei Deutschland „zum Paradies für Freier und zur Vorhölle für viele Prostituierte geworden“, bemängelte Krings. Für die Opfer stellte er eine befristete Aufenthaltserlaubnis mit Option auf ein dauerhaftes Bleiberecht in Aussicht. Zudem forderte er eine Erlaubnispflicht für Bordelle mit regelmäßigen Kontrollen. Jede durchschnittliche Imbissbude werde derzeit besser kontrolliert als eine Prostitutionsstätte, sagte Krings.

Bär warb darüber hinaus für regelmäßige Pflichtuntersuchungen der Prostituierten bei den Gesundheitsämtern. Krings räumte ein, dass für derartige Kontrollen erhebliche personelle Ressourcen notwendig seien. „Es deshalb nicht zu tun, halte ich für unverantwortlich.“

Teil des Maßnahmenpakets ist auch die Strafandrohung gegen Freier, die bewusst die Dienste einer Zwangsprostituierten nutzen. Frings sagte, in solchen Fällen komme sogar eine Gefängnisstrafe in Betracht. Zwar werde es voraussichtlich nur wenige Verurteilungen geben, doch schon der „Abschreckungsdruck“ könne eine heilsame Wirkung haben.

dpa

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