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Mehr Zeit füreinander sollen Familien durch das neue Arbeitszeitmodell bekommen.

Pläne veröffentlicht

Union plant Arbeitszeitkonten für Familien

Arbeitszeit wie bei einem Girokonto ansparen und bei Bedarf abbuchen - dieses Modell wollen CDU/CSU für Familien einführen, wenn sie die Wahlen im Herbst gewinnen.

Die Union will Familien einem Bericht zufolge mit der Einführung von Arbeitszeitkonten eine flexiblere Zeitgestaltung ermöglichen. Auf den neuen Familienzeitkonten solle - ähnlich wie bei einem Girokonto - Arbeitszeit angespart und bei Bedarf abgebucht werden können, berichtete das Magazin "Focus" am Freitag. Mit der angesparten Zeit sollten Familien die Chance für Elternzeit, Weiterbildung oder Sabbaticals erhalten.

Ein neues digitales Bürgerportal solle Daten aus gesetzlichen Zeitguthaben wie Elternzeit, Familienpflegezeit mit Tarif-Leistungen wie Urlaub zusammenführen, hieß es in dem Bericht weiter. Ob Familienzeitkonten am Ende beim Finanzamt, bei der Rentenversicherung oder anderswo verwaltet würden, sei noch offen.

Familien sollen zeitlich flexibler werden

Die Vorsitzende der Frauen-Union, Annette Widmann-Mauz (CDU), zeigte sich optimistisch, dass Familienzeitkonten nach der Bundestagswahl zügig eingeführt werden könnten. Familien bräuchten "mehr zeitliche Spielräume und wirtschaftliche Stabilität", sagte Widmann-Mauz dem "Focus".

Mit "starren Arbeitszeitkorridoren" würden Eltern bevormundet, sagte die Abgeordnete. "Wir wollen ihnen mehr individuelle Flexibilität ermöglichen - von der Geburt der Kinder bis zur Pflege ihrer Eltern."

Der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) begrüßte die Pläne. Diese seien angesichts des aktuellen Fachkräftemangels eine gute Möglichkeit zur Mitarbeiterbindung und -gewinnung, hieß es laut "Focus" beim ZDH. Allerdings dürfe es keine starren Regeln geben, um gerade kleine und mittelgroße Betriebe nicht zu benachteiligen.

afp

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