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Mit den Putzhilfe-Gutscheinen sollen Familien entlastet und Arbeitsplätze geschaffen werden

Neuer Vorschlag

Union plant Gutscheine für Putzhilfen

Berlin - Die Union will Frauen mit Gutscheinen für Haushaltshilfen zurück in den Job locken. Die Familien sollten so bis zu 18 Monate lang bei der Hausarbeit entlastet werden.

Das berichtete das Magazin „Focus“ am Sonntag. Für 15 Stunden pro Monat solle es Gutscheine im Wert von sechs Euro geben. Das Modell hätten die Familienpolitiker in der Union erarbeitet. Der „Focus“ zitierte die stellvertretende Vorsitzende der Unionsfraktion, Ingrid Fischbach, mit den Worten: „Den gut ausgebildeten Frauen müssen wir Zeit für den Wiedereinstieg in den Beruf geben und ihnen helfen, Haushalt und Beruf wieder unter einen Hut zu bringen.“

Auch im Bundessozialministerium wird an Vorschlägen gearbeitet. „Wenn wir diese Dienstleistungen fördern, dann schaffen wir Zeit für Familien und schaffen gleichzeitig Arbeitsplätze“, erklärte Ministerin Ursula von der Leyen (CDU). Offen ist aber laut „Focus“, ob Wolfgang Schäuble (CDU) die Vorschläge mitträgt. Man sei in die Pläne nicht eingebunden, Vorrang habe die Konsolidierung des Haushalts, hieß es aus dem Finanzminiterium.

Der Antrag zur Förderung der haushaltsnahen Dienstleistung liegt auch der Unions-Fraktionsführung bislang nicht vor. „Vor Anfang des nächsten Jahres wird da nichts entschieden“, sagte eine Sprecherin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion der Nachrichtenagentur dpa.

Die Grünen sprachen von einem Zickzackkurs der Bundesregierung. Innerhalb der Union gibt es seit langem Streit über die richtige Förderung von Familien. Gegen Widerstand auch in den eigenen Reihen hatte die Koalitionsmehrheit vor zwei Wochen das Betreuungsgeld im Bundestag durchgesetzt. Gegner fürchten vor allem falsche Anreize für ärmere Eltern und Migrantenfamilien, ihre oft besonders auf Förderung angewiesenen Kinder nicht in eine Kita zu schicken.

dapd/dpa

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