+
Lob von ungewohnter Adresse: CSU-Chef Horst Seehofer sagte über seinen Grünen-Amtskollegen aus Baden-Württemberg: "Man muss neidlos anerkennen, dass Ministerpräsident Kretschmann sein Handwerk versteht". Foto: Uwe Anspach/Archiv

Unionspolitiker schmeicheln Kretschmann

Berlin (dpa) - Nach seinem historischen Sieg bei den Landtagswahlen in Baden-Württemberg bekommt Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) ungewohntes Lob aus der Union. "Man muss neidlos anerkennen, dass Ministerpräsident Kretschmann sein Handwerk versteht", sagte CSU-Chef Horst Seehofer.

Seehofer sprach sich in der "Bild am Sonntag" - im Falle einer Einigung auf "ein vernünftiges Arbeitsprogramm für die Legislaturperiode" - ebenso für eine grün-schwarze Koalition in Stuttgart aus wie der frühere sächsische Ministerpräsident Kurt Biedenkopf (CDU).

"Es geht nicht um Farbenspiele. Man muss sich immer die Menschen anschauen, die Bündnisse schließen", sagte Biedenkopf der Zeitung. "Die Bürger wollen eine aufrichtige Persönlichkeit mit Führungsqualitäten an der Macht. Herr Kretschmann ist dafür das beste Beispiel: Er war ehrlich und hat gesagt, was Sache ist und was er machen will."

Mit weniger schmeichelhaften Äußerungen und zunehmenden Rücktrittsforderungen aus der Union sieht sich indes der baden-württembergische CDU-Fraktionschef Guido Wolf konfrontiert. Er führte seine Partei als Spitzenkandidat in die Landtagswahl, bei der die Grünen erstmals die CDU als stärkste Kraft überholen konnten. Die CDU will am Dienstag in ihrer Landtagsfraktion und im Landesvorstand darüber beraten, ob mit den Grünen über die Bildung einer grün-schwarzen Koalition unter Kretschmann gesprochen werden soll.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Sichere Herkunftsländer? Claudia Roth: "Maghreb-Staaten sind nicht sicher“
Noch immer ist der Streit um die Asylpolitik das beherrschende Thema in Deutschland. Kein Tag vergeht ohne neue Kontroversen innerhalb und zwischen den Parteien. Alle …
Sichere Herkunftsländer? Claudia Roth: "Maghreb-Staaten sind nicht sicher“
Ecuadors Präsident will Assange Asyl entziehen
Seit mehr als sechs Jahren lebt Wikileaks-Gründer Julian Assange in Ecuadors Botschaft in London. Doch angeblich will das Land ihm nun die schützende Hand entziehen. …
Ecuadors Präsident will Assange Asyl entziehen
SPD setzt sich in Umfrage von der AfD ab
Berlin (dpa) - Die SPD hat einer Umfrage zufolge den Abstand zur AfD vergrößert und ist in der Wählergunst wieder klar zweitstärkste Partei. Im "Sonntagstrend" des …
SPD setzt sich in Umfrage von der AfD ab
Umfrage: SPD vergrößert Vorsprung auf AfD
Die SPD hat sich in einer Umfrage weiter von der AfD abgesetzt und liegt in der Wählergunst nun deutlich auf Platz zwei.
Umfrage: SPD vergrößert Vorsprung auf AfD

Kommentare