Zuerst war sie nicht erschienen

UNO: Syrische Regierung nimmt am Mittwoch an Friedensgesprächen teil

Nachdem die syrische Regierung zunächst nicht zu der achten Gesprächsrunde der Genfer Friedensgespräche erschienen ist, wird sie am Mittwoch jetzt doch eintreffen. Dort soll es auch um Neuwahlen in Syrien gehen.

Genf - Die syrische Regierung will nun doch an den Genfer Friedensgesprächen mit der Opposition teilnehmen. Der UN-Syrienbeauftragte Staffan de Mistura habe aus Damaskus die Zusage erhalten, dass die Regierungsdelegation am Mittwoch in Genf eintreffen werde, sagte die UN-Sprecherin Alessandra Vellucci am Dienstag. Zuvor hatte die Regierung offen gelassen, ob sie wie geplant an den Verhandlungen teilnimmt.

Es ist die achte Gesprächsrunde unter UN-Vermittlung in Genf. Bei den aktuellen Verhandlungen soll es insbesondere um Schritte zur Ausarbeitung einer neuen Verfassung und zur Abhaltung von Neuwahlen in Syrien gehen. Die bisherigen Gesprächsrunden hatten keine Fortschritte gebracht, da die Opposition auf dem sofortigen Rückzug von Machthaber Baschar al-Assad beharrte, die Regierung in Damaskus dies aber kategorisch ablehnte.

Wie die UN-Sprecherin mitteilte, traf sich de Mistura am Dienstagvormittag zunächst mit Vertretern der fünf UN-Vetomächte. Das Treffen der fünf ständigen Mitglieder des UN-Sicherheitsrats war von Frankreich angeregt worden.

Die Vereinten Nationen versuchen derzeit, neuen Schwung in die Verhandlungen zu bringen, um eine politische Lösung für den Konflikt zu finden, dem seit 2011 mehr als 340.000 Menschen zum Opfer gefallen sind.

afp

Rubriklistenbild: © picture alliance / Salvatore Di

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Schlammschlacht gegen Trumps Richterkandidaten geht weiter
Die Schlammschlacht um Vorwürfe gegen den Kandidaten für den Supreme Court der USA geht in eine neue Runde. Die Anwälte einer Frau, die Vorwürfe gegen ihn erhob, haben …
Schlammschlacht gegen Trumps Richterkandidaten geht weiter
Papst besucht Baltikum - auch Gedenken an Holocaustopfer
Rom/Vilnius (dpa) - Papst Franziskus bricht heute zu seiner ersten Reise in die baltischen Länder Litauen, Lettland und Estland auf. Anlass des vier Tage langen Besuchs …
Papst besucht Baltikum - auch Gedenken an Holocaustopfer
Hambacher Forst: RWE will Barrikaden entfernen - Konflikt eskaliert neu
Im Hambacher Forst ist ein Journalist bei einem Sturz ums Leben gekommen. Trotzdem wird die Räumung laut RWE-Chef fortgesetzt werden. Der News-Ticker.
Hambacher Forst: RWE will Barrikaden entfernen - Konflikt eskaliert neu
Koalitionsspitzen wollen Maaßen-Deal neu verhandeln
Die Causa Maaßen wird nochmals aufgerollt. Die Kanzlerin will eine Lösung noch am Wochenende - wohl auch, damit SPD-Chefin Nahles nicht noch mehr von ihren eigenen …
Koalitionsspitzen wollen Maaßen-Deal neu verhandeln

Kommentare