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Ursula von der Leyen (CDU) hatte im Februar Staatssekretär Stéphane Beemelmans in den einstweiligen Ruhestand versetzt.

Unternehmensberaterin soll Staatssekretärin werden

Berlin - "Euro Hawk" und "Eurofighter": Im Verteidigungsministerium gilt der Rüstungsbereich als heikel. Ministerin von der Leyen will sie laut Medien eine externe Beraterin zur Staatssekretärin machen.

Eine Unternehmensberaterin gilt nach Medienberichten als Favoritin für den offenen Posten des für Rüstungsfragen zuständigen Staatssekretärs im Verteidigungsministerium. Es handelt sich nach übereinstimmenden Berichten von Süddeutscher Zeitung (Samstag) und Bild am Sonntag um die Beraterin Katrin Suder von McKinsey. Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) hatte als Konsequenz aus massiven Problemen bei großen Rüstungsprojekten im Februar Staatssekretär Stéphane Beemelmans in den einstweiligen Ruhestand versetzt.

Von der Leyen hatte zu Amtsbeginn eine grundlegende Neuordnung des Rüstungssektors angekündigt. Beemelmans und der ebenfalls entlassene Abteilungsleiter Detlef Selhausen waren Schlüsselfiguren in der Affäre um die Skandaldrohne „Euro Hawk“ im vergangenen Jahr. Von der Leyens Amtsvorgänger Thomas de Maizière (CDU) warf 2013 seinen Mitarbeitern vor, ihn unzureichend über Zulassungsprobleme und eine drohende Kostenexplosion bei dem Prestigeprojekt informiert zu haben.

Von der Leyen kündigte im Februar zudem an, eine Unternehmensberatung mit der Überprüfung des Rüstungssektors zu beauftragen. Verteidigungspolitiker aus Koalition und Opposition sehen bei laufenden Rüstungsprojekten der Bundeswehr Risiken in Milliardenhöhe. Als Problemfälle waren in den vergangenen Monaten der Kampfjet „Eurofighter“, das Raketenabwehrsystem Meads, der Hubschrauber NH90 und das Aufklärungssystem „Isis“ aus der Skandal-Drohne „Euro Hawk“ genannt worden.

Die studierte Physikerin Suder leitet bei McKinsey den Bereich Öffentlicher Sektor, unter anderem mit den Schwerpunkten Telekommunikation, Software und IT-Dienstleistungen.

dpa

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