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Die AfD hat ihr relativ gutes Abschneiden bei der Bundestagswahl nicht alleine den Stimmen sogenannter Modernisierungsverlierer zu verdanken. Das sagt eine neue Studie.

Neue Studie veröffentlicht

Untersuchung: Nicht nur Abgehängte haben die AfD gewählt

Eine Studie im Auftrag der Amadeu-Antonio-Stiftung hat die Wählerschaft der AfD genauer untersucht: In sozioökonomisch schlechter gestellten Wahlkreisen, konnte die Partei Wähler mobilisieren - aber nicht nur dort.

Berlin - Die AfD hat ihr relativ gutes Abschneiden bei der Bundestagswahl nicht alleine den Stimmen sogenannter Modernisierungsverlierer zu verdanken. Zwar stellt die Studie „Rechte Räume? Wahlkreisanalyse zur Bundestagswahl 2017“ des in Jena ansässigen Instituts für Demokratie und Zivilgesellschaft fest, dass die AfD große Teile ihres Mobilisierungserfolgs in sozioökonomisch schlechter gestellten Wahlkreisen verzeichnet hat.

Die Studie im Auftrag der Amadeu-Antonio-Stiftung, die am Dienstag in Berlin vorgestellt wurde, benennt jedoch daneben noch weitere Faktoren. Danach konnte die AfD diesmal besonders in ländlichen, dünn besiedelten Gebieten punkten. Auch „politisch-kulturelle Konfliktlinien“ spielten demnach eine Rolle. Die Autoren der Studie halten fest, „dass die AfD besonders dort erfolgreich war, wo sich schon 2013 ein größerer Teil des Bevölkerung entweder komplett aus dem demokratischen Prozess entkoppelt hatte oder stärker rechtsextrem gewählt hatte“. Dabei gehe es nicht um eine Wählerwanderung von der NPD zur AfD, sondern um den Einfluss eines schon lange vor der Wahl herrschenden bestimmten politischen Klimas in diesen Wahlkreisen.

Die AfD hatte bei der Bundestagswahl am 24. September bundesweit 12,6 Prozent der Zweitstimmen erhalten. In den östlichen Bundesländern schnitt die Partei insgesamt deutlich stärker ab als im Westen.

dpa

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