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Uwe Wurlitzer, Generalsekretär der Alternative für Deutschland (AfD) in Sachsen, wollte es ganz genau wissen.

Muss man das wissen?

Urin mit Migrationshintergrund? Spott für AfD-Anfrage

Dresden - Die AfD im sächsischen Landtag hat sich mit einer Anfrage Spott in sozialen Netzwerken eingehandelt - nicht zum ersten Mal.

Nach Berichten über Häftlinge, die in der Justizvollzugsanstalt Dresden ins Essen ihrer Mitgefangenen uriniert haben sollen, wollte der Parlamentarische Geschäftsführer Uwe Wurlitzer die Nationalität der Verdächtigen erfahren und ob sie einen Migrationshintergrund haben

„Arier-Nachweis bei Urin-Straftaten? Die #AfD will's wissen“, schrieb ein Twitternutzer am Freitag. Die Fraktion der Linken wollte wissen: „Deutscher Urin im Knastessen aus #AfD-Sicht besser als ausländischer Urin?“ 

Ein anderer User meinte: „Ach, ich kann mich einfach nicht entscheiden. Ist beides #ekelhAfD.“ 

Ein weiterer Twitter-Nutzer kommentierte: „Aufatmen bei der AfD... Nur rein deutscher Urin im Knastessen.“ 

Als tatverdächtige Häftlinge wurden nach Auskunft von Justizminister Sebastian Gemkow (CDU) übrigens zwei Deutsche ermittelt. „Die Staatsangehörigkeit ihrer Eltern ist nicht bekannt“, antwortete er. Der Landtagspräsident Matthias Rößler (CDU) antwortete am Freitag nach Angaben der Süddeutschen Zeitung, ein Migrationshintergrund läge nicht vor.

Im November hatte die AfD den sächsischen Landtag mit 630 Fragen zum Thema Medien beschäftigt. Die Partei wollte dabei unter anderem wissen, warum und wann Moderationen in Nachrichtensendungen vor beziehungsweise hinter dem Tisch erfolgen. Auch dafür gab es jede Menge Hohn im Netz.

dpa

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