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Richtig in Aktion war Ursula von der Leyen bei einem Besuch der Elite-Truppe KSK der Bundeswehr: Sie sprang mit einem Fallschirm aus einem Hubschrauber.

Besuch bei Elite-Einheit

Von der Leyen springt mit Fallschirm ab

Calw - Die traut sich was: Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen ist bei der Elite-Truppe KSK der Bundeswehr mit einem Fallschirm aus einem Hubschrauber gesprungen.

Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) hat am Montag zum ersten Mal in ihrer Amtszeit die Elite-Truppe KSK der Bundeswehr besucht. In der Kaserne des Kommandos Spezialkräfte (KSK) in Calw im Schwarzwald ließ sie sich von Kommandeur Dag Baehr über die Fähigkeiten der Einheit informieren und sprach mit Soldaten über Fragen der Ausbildung und der Vereinbarkeit des Berufs mit dem Familienleben. Das KSK spiele eine wichtige Rolle, „wenn das Land ruft und der Einsatz gefordert ist“, sagte die Ministerin.

Auf einem Truppenübungsplatz und im Schießausbildungszentrum des Standorts ließ sie sich zwei Übungen zur Geiselbefreiung zeigen. Beteiligt waren Kommandosoldaten, Scharfschützen, Transport- und Kampfhubschrauber, Quad-Fahrzeuge sowie eine Drohne.

Bei ihrem Besuch sprang von der Leyen auch im Tandem mit einem erfahrenen Fallschirmspringer aus einem Hubschrauber ab. Nach dem Tandemsprung  sagte sie vor Journalisten mit einem erleichterten Lächeln: „Ich bin gut gelandet.“ Die Ministerin war nach Angaben eines Sprechers von der Öffentlichkeit abgeschirmt auf einem Übungsplatz gelandet.

Sprung war persönlicher Wunsch der Ministerin

Kommandeur Dag Baehr sagte, der Sprung sei der persönliche Wunsch der Ministerin gewesen. Die KSK habe sie wie eine Spezialistin behandelt, die an einen Einsatzort gebracht werden müsse. Es sei das erste Mal gewesen, dass ein Minister bei seinem Besuch mit dem Fallschirm abgesprungen sei.

Baehr zeigte sich zufrieden mit dem Personalstand seiner Einheit, die insgesamt 1400 Soldaten und Zivilangestellte umfasst. KSK-Soldaten wurden seit 1998 unter anderem in Bosnien, Kosovo, Kongo, im Libanon sowie in Afghanistan eingesetzt.

Die Ministerin will sich auf einer Sommerreise ein Bild von den unterschiedlichen Aufgabenbereichen der Bundeswehr machen. Zum Auftakt besuchte sie vor einer Woche in Köln ein Einstellungszentrum für Führungskräfte. Am Montag wurde sie noch beim Hubschrauber-Geschwader in Laupheim (Landkreis Biberach) erwartet.

dpa

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