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John Kerry hat sich zur transatlantischen Freundschaft bekannt.

US-Außenminister in Berlin

Antrittsbesuch: Kerry lobt gute Beziehungen

Berlin - Zum Auftakt seiner Gespräche in Berlin trifft der neue US-Außenminister Kerry Jugendliche. Mit seinem russischen Amtskollegen Lawrow will er über den Syrien-Konflikt reden.

Deutschland und die USA dringen auf die zügige Aufnahme von Verhandlungen über ein transatlantisches Freihandelsabkommen. Die Gespräche darüber sollten möglichst noch im Sommer beginnen, sagte Außenminister Guido Westerwelle am Dienstag nach einem Treffen mit seinem neuen US-Amtskollegen John Kerry in Berlin. Beide zeigten sich davon überzeugt, dass mit einem Wegfall der Zollschranken zwischen EU und USA auf beiden Seiten des Atlantiks mehr Wachstum und damit auch mehr Arbeitsplätze geschaffen werden könnten.

Westerwelle und Kerry legten ein klares Bekenntnis zur transatlantischen Partnerschaft ab. „Die Vereinigten Staaten von Amerika sind der wichtigste Verbündete, der wichtigste Partner Deutschlands außerhalb Europas“, sagte der Bundesaußenminister nach dem Treffen. Nach den Worten Kerrys ist und bleibt Deutschland weltweit einer der engsten Verbündeten seines Landes. Er dankte der Bundesregierung für die Unterstützung, um den Übergang nach dem Abzug der westlichen Kampftruppen aus Afghanistan zu organisieren.

Atomgespräche wieder aufgenommen

Westerwelle appellierte an die Führung in Teheran, die Chancen für eine diplomatische Lösung bei den neuen Verhandlungen über das iranische Atomprogramm zu nutzen. Nach neun Monaten Verhandlungspause waren am Dienstag die Gespräche darüber in Kasachstan wieder aufgenommen worden.

Ein weiteres Thema war die Entwicklung in Syrien. Der Druck auf das Regime müsse aufrecht erhalten werden, betonte beide Minister. Sie verwiesen auf die Konferenz der Freunde Syriens an diesem Donnerstag in Rom, zu der kurzfristig nun doch die Oppositionsgruppe Nationale Syrische Koalition (NSC) kommen will.

US-Wahlkampf in Schnappschüssen

US-Wahlkampf in Schnappschüssen

Kerry hatte zum Auftakt seines Berlin-Besuchs mit Jugendlichen diskutiert. Im Anschluss an das Treffen mit Westerwelle stand ein Gespräch mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) auf dem Programm.

Zudem war eine erste Begegnung Kerrys mit dem russischen Außenminister Sergej Lawrow geplant, der dazu extra nach Berlin kommen wollte. Wichtigstes Thema dürfte der Syrien-Konflikt sein. Auch der Streit über einen Erlass Russlands, der US-Familien die Adoption von russischen Waisenkindern verbietet, könnte eine Rolle spielen.

Der 69-jährige Kerry ist seit Anfang Februar im Amt. Der einstige demokratische Präsidentschaftskandidat ist der Nachfolger von Außenministerin Hillary Clinton. Am Dienstagabend reist Kerry nach Paris weiter. Am Montagabend hatte er das Holocaust-Mahnmal in der Nähe des Brandenburger Tors besucht.

dpa

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