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US-Außenminister John Kerry.

US-Außenminister verteidigt Kanzlerin

Kerry nennt Trumps Äußerungen über Merkel "unangebracht"

Washington - Der scheidende US-Außenminister John Kerry hat die Kritik von Donald Trump an Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) als "unangebracht" bezeichnet.

Es gehöre sich nicht für einen gewählten US-Präsidenten, "sich in die Politik anderer Länder einzuschalten", sagte Kerry am Montag bei einem Besuch in London dem US-Sender CNN. "Ab Freitag ist er für diese Beziehung verantwortlich", sagte Kerry mit Bezug auf das transatlantische Verhältnis und den Amtsantritt von Trump.

Es sei größte Vorsicht dabei angebracht, zu suggerieren, dass eine der stärksten und wichtigsten Führungspersönlichkeiten Europas "diesen oder jenen Fehler gemacht hat", sagte Kerry weiter. Merkel sei "äußerst mutig" gewesen, als sie ihre Flüchtlingspolitik durchgesetzt habe. Trumps Äußerungen über die Kanzlerin träfen keinesfalls zu.

Trump hatte Merkels Flüchtlingspolitik im Interview mit der Bild-Zeitung und der britischen Times als "äußerst katastrophalen Fehler" bezeichnet. Er brachte die Öffnung der Grenzen im Jahr 2015 zudem mit dem Anschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt an der Gedächtniskirche im Dezember in Verbindung.

AFP

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