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US-Außenminister John Kerry.

Verhandlungen in Kairo

US-Außenminister Kerry soll im Gaza-Konflikt vermitteln

Washington - US-Präsident Barack Obama hofft angesichts der anhaltenden Gefechte im Gazastreifen auf einen Vermittlungserfolg seines Außenministers John Kerry.

Kerry werde nach seiner Ankunft in Kairo am Abend auf eine "sofortige Einstellung der Kampfhandlungen" zwischen der israelischen Armee und der radikalislamischen Palästinenserbewegung Hamas drängen, sagte Obama am Montag in Washington. "Wir wollen nicht sehen, dass noch mehr Zivilisten getötet werden." Der Präsident räumte aber ein, dass Kerrys Aufgabe "nicht leicht" sein werde.

Obama bekräftigte das Recht Israels auf Selbstverteidigung gegen die Raketenangriffe der Hamas. "Ich habe allerdings auch gesagt, dass wir ernsthaft besorgt sind über die wachsende Zahl der getöteten palästinensischen Zivilisten und den Verlust israelischer Leben", ergänzte er. Der US-Präsident hatte diese Botschaft dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu bereits in einem Telefonat am Sonntag überbracht.

Israel fliegt seit dem 8. Juli Luftangriffe auf den Gazastreifen, um dem anhaltenden Raketenbeschuss aus dem palästinensischen Küstengebiet zu begegnen. Am Donnerstag startete die Armee zudem eine Bodenoffensive. Seit Beginn des Militäreinsatzes wurden im Gazastreifen nach Angaben von Rettungskräften mehr als 540 Menschen getötet. Auf israelischer Seite wurden offiziellen Angaben zufolge bislang zwei Zivilisten und 18 Soldaten getötet.

AFP

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