Tödlicher Terrorangriff

US-Außenministerium machte Fehler in Bengasi

Washington - Nach einem tödlichen Terrorangriff auf das US-Konsulat in der libyschen Hafenstadt Bengasi hat eine unabhängige Kommission jetzt schwere Kritik am Außenministerium in Washington geübt.

Eine unabhängige Untersuchungskommission hat dem US-Außenministerium im Zusammenhang mit dem tödlichen Angriff auf das amerikanische Konsulat in der libyschen Stadt Bengasi schwere Fehler vorgeworfen. Diese Fehler hätten zu mangelhaften Sicherheitsvorkehrungen im Konsulat geführt, erklärte die Kommission am Dienstag (Ortszeit) in Washington. Sie fand jedoch keine Hinweise darauf, dass einzelne Mitarbeiter ihre Pflichten verletzt hätten.

Im Gegensatz zu den ersten Berichten gab es der Kommission zufolge keine Protestaktion vor dem Konsulat. Für den Angriff seien allein Terroristen verantwortlich. Das Außenministerium schickte eine geheime Version des Berichts am Dienstag den US-Abgeordneten, eine nicht geheime Version wurde später veröffentlicht. In dem Bericht werden 29 Empfehlungen ausgesprochen, wie die Sicherheit für die US-Botschaften verbessert werden kann. US-Außenministerin Hillary Clinton erklärte, sie habe alle angenommen.

Bei dem Angriff auf das Konsulat wurde am 11. September der amerikanische Botschafter und drei weitere Amerikaner getötet.

dapd

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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