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US-Präsident Donald Trump.

Berechenbarer Präsident?

US-Autor: Vier Trump-Prognosen traten schon ein - eine düstere nicht

Der US-Journalist Tony Schwartz hat verschiedene Prognosen im Hinblick auf die Präsidentschaft von Donald Trump getroffen. Vier davon haben sich schon bewahrheitet. Eine besonders düstere bislang noch nicht.

Washington - Wie würde sich Donald Trump als Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika verhalten? Was man heute nahezu täglich mitverfolgen kann, war noch vor knapp 30 Jahren reine Gedankenspielerei. Damals versuchte der US-amerikanische Journalist Tony Schwartz den millardenschweren Unternehmer genauer zu beleuchten und hielt seine Beobachtungen in dem Buch „Trump: The Art of the Deal“ (dt. „Trump: Die Kunst des Erfolges“) fest.

Das Erschreckende dabei: Einige seiner Vorhersagen über die Präsidentschaft des Republikaners haben sich inzwischen tatsächlich als wahr herausgestellt. Das berichtet die Huffington Post. Demnach nannte Schwartz unter anderem Trumps Unkonzentriertheit, die ihn bereits ein ums andere Mal in Schwierigkeiten gebracht hat. Der 71-Jährige sei jemand, der sich kaum länger als wenige Minuten mit einem Thema beschäftigen kann. Deshalb rechnete der Buchautor auch damit, dass Trumps geringe Aufmerksamkeitsspanne für „ein fassungslos machendes Niveau von oberflächlichen Kenntnissen und deutliche Ignoranz“ in der Politik sorgen werde, erklärte er dem US-Magazin The New Yorker.

In der Vergangenheit leistete sich Trump bereits den ein oder anderen Fauxpas, die Schwartz‘ These belegen. So verwechselte er EU-Ratspräsident Donald Tusk mit Jean-Claude Juncker, dem Präsidenten der Europäischen Kommission, gratulierte Kanzlerin Merkel im März zum Wahlsieg in Saarland und sorgte mit seinem Eintrag ins Gästebuch der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem in Israel für Irritationen.

Trump sieht sich selbst als „strategischen Lügner“

Darüber hinaus seien es auch die Lügen, die dem US-Präsidenten einen Vorteil verschaffen würden, mutmaßte Schwartz. Trump sehe sich selbst als „strategischen Lügner“, ohne ein schlechtes Gewissen dabei zu haben. Auch diese Prophezeiung ging auf: So verbreitete er im Februar etwa via Twitter das Gerücht, in Schweden hätte es einen Terroranschlag gegeben, was sich später als Falschmeldung herausstellte.

Zwei weitere Vorhersagen, die sich mittlerweile bewahrheitet haben, sind zum einen Trumps eigenartiger Umgang mit seinen langjährigen Unterstützern, den Tony Schwartz wie folgt zusammenfasste: „Er mochte die Leute, so lange sie hilfreich waren, und wandte sich ab, wenn sie es nicht mehr waren.“ So tatsächlich geschehen unter anderem mit Trumps Sicherheitsberater Michael Flynn, dem Chefstrategen des Weißen Hauses, Steve Bannon, sowie dem FBI-Chef James Comey.

Und zum anderen die Vorahnung, Trump würde sich nicht für seine Wähler interessieren. „Sie werden lernen (...), dass die ihm nicht egaler sein können“, so Schwartz. Tatsächlich hat das Staatsoberhaupt der USA in seiner Amtszeit noch kein einziges größeres Gesetzesvorhaben umgesetzt - etwa eine Mauer zu Mexiko zu errichten.

Schwartz‘ größte Angst

Am meisten Sorge bereitet dem Autor jedoch folgende Vorstellung: „Trumps Hand am Knopf für die Atombomben“. Das verriet Schwartz der Welt kurz vor der Präsidentschaftswahl 2016. Er befürchtet, dass bei Trump etwas ausgelöst wird „durch Äußerungen oder Taten des Führers einer anderen Nuklearmacht und dass dadurch die Welt, wie wir sie kennen, zu einem Ende kommt.“ 

Diese düstere Zukunftsvision ist glücklicherweise noch nicht eingetreten - und wird es hoffentlich auch nie.

sk

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