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Flüchtete in die ecuadorianische Botschaft: Wikileaks-Gründer Julian Assange.

US-Dokumente

Wikileaks-Gründer: Neue Enthüllungen?

London - Neues von Wikileaks-Gründer Julian Assange: Der flüchtige Aktivist hat alte US-Dokumente durchforstet. Die Enthüllungen sollen den einstigen Außenminister Kissinger belasten.

Wikileaks-Gründer Julian Assange hat während seiner Zeit in der Botschaft Ecuadors in London einst geheime US-Dokumente aus den 1970er Jahren ausgewertet. Am Montag veröffentlichte die Enthüllungsplattform die Schriften unter dem Titel „The Kissinger Cables“, da es sich vor allem um diplomatische und Geheimdienst- Berichte von oder für den damaligen US-Außenminister Henry Kissinger handelt. Unter anderem wird Kissinger zitiert, wie er in Gesprächen zum Konflikt zwischen Zypern und der Türkei sagt: „Das Illegale machen wir sofort, das, was gegen die Verfassung geht, dauert ein bisschen länger.“

Keine geheimen Dokumente

Bei den nach Angaben von Wikileaks mehr als 1,7 Millionen Dokumenten aus der Zeit von 1973 bis 1976 handelt es sich anders als bei vorherigen Veröffentlichungen nicht um noch geheime Enthüllungen. Die Schriften sind über das US-National-Archiv zu bekommen. Assange betonte jedoch, die komplexen und ausufernden Daten seien jetzt besser zu durchsuchen und zu lesen als vorher.

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Assange sitzt seit Juni 2012 in der ecuadorianischen Botschaft in London fest. Er hatte sich dorthin geflüchtet, weil er wegen Vorwürfen des sexuellen Missbrauchs von den britischen Behörden nach Schweden ausgeliefert werden soll. Ecuador hatte ihm Asyl angeboten. Assange befürchtet, er solle von Schweden weiter an die USA gebracht werden, wo ihm wegen der Enthüllungen von Geheimdienst-Dokumenten der Prozess drohe.

dpa

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