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Die USS Carl Vinson.

„Vorsichtsmaßnahme“

US-Flugzeugträger auf dem Weg nach Korea

Vor dem Hintergrund der Bedrohung durch das Atomprogramm Nordkoreas hat die US-Armee eine Flugzeugträgergruppe in Richtung der Koreanischen Halbinsel entsendet.

Eine Gruppe von amerikanischen Kriegsschiffen steuert im westlichen Pazifik auf die Koreanische Halbinsel zu. Das sagte ein Angehöriger des US-Militärs am Samstag dem US-Sender CNN. Dieser Schritt sei eine Reaktion auf die jüngsten „Provokationen“ Nordkoreas, wird die Quelle weiter zitiert.

Der Flugzeugträger USS Carl Vinson sei am Samstag mit seinen Begleitschiffen in Singapur ausgelaufen und nun auf dem Weg nach Korea, hieß es nach CNN-Informationen beim Pazifikkommando der US-Streitkräfte. 

Die Gruppe war seit 18. Februar auf Patrouillenfahrt im Südchinesischen Meer unterwegs. Ursprünglich sollte sie in Australien Halt machen. Stattdessen legte sie in Singapur ab und nahm Kurs auf den westlichen Pazifischen Ozean.

Es handele sich um eine Vorsichtsmaßnahme, um die Präsenz und Bereitschaft in der westlichen Pazifikregion zu stärken, sagte ein Armeesprecher am Samstag der Nachrichtenagentur AFP. Sie dürfte die Spannungen in der Region weiter verschärfen; Washington hatte zuletzt mit einem Alleingang gegen Nordkorea gedroht.

Die kommunistische Regierung in Nordkorea hatte am Mittwoch zum wiederholten Mal eine ballistische Testrakete in Richtung offenes Meer feuern lassen. Der UN-Sicherheitsrats verurteilte die Aktion.

Nach einem Treffen von US-Präsident Donald Trump mit Chinas Staatschef Xi Jinping sagte US-Außenminister Rex Tillerson am Freitag, beide Staaten wollten im Nordkorea-Konflikt stärker kooperieren. Es gebe aber kein Maßnahmenpaket. Xi Jinping teile jedoch die Sicht der USA, dass das nordkoreanische Atomprogramm ein „ernstes Stadium“ erreicht habe.

USA und Japan bekräftigen enge Abstimmung wegen Nordkorea

Die USA und Japan haben sich erneut ihrer engen Zusammenarbeit im Konflikt um Nordkoreas Raketen- und Atomprogramm versichert. Während eines 45-minütigen Telefonats hätten er und US-Präsident Donald Trump die Wichtigkeit einer engen Koordination bekräftigt, sagte der japanische Ministerpräsident Shinzo Abe am Sonntag laut japanischen Medienberichten. Das Telefongespräch der beiden Sicherheitspartner erfolgte nach Trumps Treffen mit seinem chinesischen Kollegen Xi Jinping in Florida. Die USA wollen Peking in dem Konflikt mit Nordkorea in die Pflicht nehmen.

Der Konflikt zwischen den USA und Nordkorea

Nordkorea unterhält trotz umfassender Sanktionen seit Jahren ein Atomwaffenprogramm. Seit 2006 hat das Land insgesamt fünf Atomwaffentests vorgenommen, davon zwei im vergangenen Jahr. Experten gehen anhand von Satellitenaufnahmen davon aus, dass derzeit ein sechster Test vorbereitet werden könnte.

Zugleich arbeitet die Führung in Pjöngjang an der Entwicklung von Langstreckenraketen, mit denen atomare Sprengköpfe bis in die USA getragen werden könnten. US-Geheimdienstbeamten zufolge könnte Pjöngjang in weniger als zwei Jahren einen Atomsprengkopf entwickeln, der das US-Festland erreichen könnte.

US-Präsident Donald Trump hatte zuletzt gedroht, die USA seien notfalls zu einem Alleingang bereit, wenn China im Streit um das nordkoreanische Atomprogramm nicht den Druck auf Pjöngjang erhöhe. Angesichts des jüngsten US-Angriffs auf eine syrische Luftwaffenbasis als Reaktion auf einen mutmaßlichen Giftgas-Angriff vor wenigen Tagen erscheinen die Drohungen gegen Nordkorea zunehmend glaubhafter.

Nordkorea wiederum hatte gedroht, zu einem "erbarmungslosen Schlag" bereit zu sein, falls das Land von den USA provoziert werde. Die Führung in Pjöngjang hatte zuletzt den US-Raketenangriff in Syrien mit scharfen Worten kritisiert und als Beleg für die Notwendigkeit seines eigenen Atomprogramms bezeichnet. Die "Wirklichkeit" zeige, "dass wir Stärke mit Stärke gegenübertreten müssen", hieß es von Außenministerium in der nordkoreanischen Hauptstadt.

Analysten hatten erklärt, der US-Luftangriff in Syrien habe eine klare Botschaft an Nordkorea enthalten, dass die US-Regierung nicht vor einer militärischen Option zurückschrecke.

IAEA: Nordkorea macht große Fortschritte bei Atomprogramm

afp/dpa

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