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Peter Kassig engagierte sich seit  2012 für syrische Bürgerkriegsflüchtlinge

Rätseln um Peter Kassigs Tod

US-Geisel schon vor Enthauptung tot?

London - Der US-Bürger Peter Kassig soll einem Zeitungsbericht zufolge schon vor seiner Enthauptung durch die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) bei einem Luftangriff gestorben sein.

Es gebe Hinweise darauf, dass der entführte Ex-Elitesoldat bereits am 5. November in der Ortschaft Tell Abjad in der Nähe der türkischen Grenze ums Leben gekommen sei, berichtet die britische „Daily Mail“ unter Berufung auf den Anführer einer syrischen Untergrundorganisation. Weitere Quellen oder eine unabhängige Bestätigung dafür gab es nicht.

Das am Sonntag aufgetauchte Video von der Enthauptung unterscheidet sich von den vier vorangegangenen Clips, in denen die Tötung westlicher Geiseln zu sehen war. So sprach Kassig vor seiner Enthauptung nicht direkt in die Kamera und sein Körper war nicht komplett zu sehen. Auch der Ort der Aufnahme könnte ein anderer sein. Das gab Anlass zu zahlreichen Spekulationen über die Todesumstände.

Der bekannte US-Amerikanische Pathologe Michael Baden hält es der Zeitung zufolge für möglich, dass die Ermordung inszeniert worden ist. Das sei möglich, wenn Kassig bei dem Luftangriff nicht am Kopf verletzt worden sei, zitiert die „Daily Mail“ den Wissenschaftler.

Am Wochenende hatte die Zeitung bereits berichtet, dass der mutmaßlich aus London stammende Mörder der westlichen Geiseln bereits vor einer Woche bei einem Luftangriff verletzt worden sein soll.

Kassigs Eltern bereit zur Vergebung

Die Eltern von Peter Kassig sind indes bereit, den Mördern ihres Sohnes zu vergeben. Der Vater des ehemaligen Soldaten, Ed Kassig, sagte am Montag vor Journalisten in seiner Kirche in Indianapolis im Bundesstaat Indiana, er bitte darum, dass seiner kleinen Familie "Zeit und Privatsphäre gegeben wird, um zu trauern, zu weinen und ja, auch zu vergeben".

"Bitte betet heute bei Sonnenuntergang für Abdul-Rahman, oder für Pete, wenn Ihr ihn so kanntet", fuhr der Vater fort. Kassigs Mutter Paula sagte an der Seite ihres Mannes: "Unsere Herzen sind gebrochen. Aber sie werden wieder heilen." Sie würdigte ihren Sohn, er habe an das Gute geglaubt, "an sich selbst und an andere".

AFP/dpa

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