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Iran reagiert gelassen

Bis auf 137 Meter genähert: US-Marine warnt iranisches Schiff mit Schüssen

Ein Schiff der US-Marine hat im Persischen Golf Warnschüsse abgegeben, nachdem sich ein iranisches Boot genähert hatte. Die reagieren gelassen.

Tampa - Das teilte das US-Zentralkommando mit. Das Schiff der iranischen Revolutionsgarden habe sich der „USS Thunderbolt“ am Dienstag bis auf etwa 137 Meter genähert, hieß es in einer Mitteilung.

Die Crew habe über Funk versucht, Kontakt zur iranischen Seite aufzunehmen. Diese habe aber nicht reagiert. Daraufhin seien fünf Warnschüsse abgegeben worden. Nachdem sich das iranische Boot weiter genähert habe, seien noch einmal fünf Schüsse abgefeuert worden. Das Schiff der Revolutionsgarden (IRGC) sei schließlich umgekehrt. Die „USS Thunderbolt“ befand sich demnach in internationalen Gewässern.

Die iranische Seite reagierte gelassen auf den Zwischenfall. „Ein amerikanisches Kriegsschiff hat sich am Dienstagvormittag einem unserer Observationsboote genähert und zwei Luftschüsse abgegeben“, teilte die IRGC-Marine in einer Presseerklärung mit. Die IRGC-Marinesoldaten hätten „die unprofessionelle und provokative“ Aktion der Amerikaner ignoriert und seien weitergefahren. Kurz danach habe dann auch das amerikanische Kriegsschiff die Gegend verlassen, so die IRGC-Erklärung laut Nachrichtenagentur IRNA.

Der Iran hat zwei Streitkräfte: die Armee und die Revolutionsgarden. Die Garden spielen eine wichtigere Rolle. Im Persischen Golf kommt es immer wieder zu Zwischenfällen mit Schiffen der US-Marine. Im vergangenen Jahr zählte das Pentagon 35 solcher Fälle. 2015 waren es 23.

dpa

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