+
Ein Mann klarer Worte: US-Präsident Donald Trump kündigt via Twitter eine Untersuchung der Rolle des FBI im Wahlkampf 2016 an.

Ankündigung auf Twitter

Wegen Wahlkampf-Rolle des FBI: Trump fordert Untersuchung

Donald Trump will die Rolle des FBI während des Wahlkampfes 2016 untersuchen lassen. Das kündigte der US-Präsident am Sonntag an. Er bringt auch Barack Obama ins Spiel.

Washington - US-Präsident Donald Trump will untersuchen lassen, ob die Bundespolizei FBI seinen Präsidentschaftswahlkampf 2016 aus politischen Gründen unterwandert hat. Er werde diese Untersuchung am Montag auch offiziell fordern, schrieb Trump am Sonntag auf Twitter. Außerdem solle untersucht werden, ob ein solcher Vorgang von Mitgliedern der Regierung seines Vorgängers Barack Obama angeordnet worden sei, schrieb Trump.

Berichten zufolge hatte das FBI eine vertrauliche Quelle, um mit Beratern Trumps über mögliche Verbindungen seines Teams zu Russland und einer etwaigen Beeinflussung der Wahl zu sprechen. Trump legt seit Tagen mit offensichtlich wachsendem Ärger nahe, dass diese FBI-Quelle in seinem Team platziert worden war. Unter Berufung auf Ermittler und Regierungsquellen schrieben US-Medien, dass dies nicht der Fall gewesen sei.

Trump zieht schon Vergleich zu Watergate

Trump legt seit Tagen nahe, dass es sich um eine von der Regierung seines Vorgängers Barack Obama platzierte Quelle in seinem Wahlkampfteam gehandelt haben könnte. "Wenn das der Fall ist, ist es größer als Watergate", twitterte Trump am Donnerstag in Anspielung auf die gleichnamige Affäre, in deren Verlauf der damalige Präsident Richard Nixon 1974 wegen des Skandals um einen Lauschangriff auf die Demokraten zurückgetreten war. Mit seinen jüngsten Attacken verschärft Trump die Gangart gegen den Sonderermittler Robert Mueller, der unter anderem in der Russlandaffäre ermittelt.

Der frühere FBI-Chef Mueller war am 17. Mai 2017 vom Justizministerium zum Sonderermittler ernannt worden. Er untersucht die mutmaßlichen russischen Einmischungen in den US-Präsidentschaftswahlkampf 2016 und eine mögliche Verwicklung des Trump-Teams. Außerdem geht er dem Verdacht der Justizbehinderung durch Trump nach. Muellers Ermittlungen richteten sich zuletzt verstärkt auf den Präsidenten selbst. Welche möglichen Beweise Mueller bereits gesammelt haben könnte, ist nicht bekannt. Trump spricht in diesem Zusammenhang immer wieder von einer "Hexenjagd".

Lesen Sie auch: Russland-Affäre: Trumps wichtigster Anwalt geht von Bord

Lesen Sie auch: Russland-Affäre: US-Sonderermittler Mueller konfrontiert Trump mit knallharten Fragen

dpa, afp

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Zentralpräsident der Juden kritisiert Darstellung in Schulbüchern wegen „antisemitischer Stereotype“
Laut dem Präsidenten des jüdischen Zentralrats sind deutsche Schulbücher veraltetet, rudimentär und nicht sachlich genug in Bezug auf die Juden-Darstellung.
Zentralpräsident der Juden kritisiert Darstellung in Schulbüchern wegen „antisemitischer Stereotype“
Nahles bringt deutsche Hilfe für die Türkei ins Gespräch
Die Türkei kämpft mit dem Absturz ihrer Währung. Ursache dafür sind auch Wirtschaftssanktionen durch die USA. Sollte Deutschland nun der Regierung in Ankara zur Seite …
Nahles bringt deutsche Hilfe für die Türkei ins Gespräch
"So transparent wie nie“ Trump erlaubt Kooperation in Russlandaffäre mit Sonderermittler
Donald Trump hat seinen Mitarbeitern erlaubt, in Sachen Russlandaffäre mit dem Sonderermittler Mueller zu kooperieren. Der US-Präsident sagte, das Weiße Haus handele „so …
"So transparent wie nie“ Trump erlaubt Kooperation in Russlandaffäre mit Sonderermittler
Hadsch beginnt - Mekka erwartet zwei Millionen Pilger
Mekka (dpa) - Die den Muslimen heilige Stadt Mekka in Saudi-Arabien ist von heute an Ziel der muslimische Wallfahrt Hadsch. Dazu wurden strenge Sicherheitsvorkehrungen …
Hadsch beginnt - Mekka erwartet zwei Millionen Pilger

Kommentare