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Merkur-Redakteur Sebastian Horsch

Trump und Obamacare

Der neue US-Präsident in der Zwickmühle

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Donald Trump will Obamacare nicht abschaffen. Er denkt darüber nach, Teile davon zu erhalten. Wie bitte? Hatte er die Gesundheitsreform seines Vorgängers im Wahlkampf nicht verteufelt? Doch, und sie hat tatsächlich große Schwächen. Aber Trump hat keine Wahl.

Es gibt gute Gründe, Obamacare zu kritisieren. Der große Wurf, als den Obama sie geplant hatte, ist die Versicherung nicht. Wer wirklich Unterstützung braucht, ist für Ärzte unattraktiv, bekommt schwierig Termine, und hat ohnehin nur ein Mindestmaß an Leistung zu erwarten. Ein weiteres Problem ergab sich aus den geringen Strafen bei Nichtabschluss der Pflichtversicherung. Viele Gesunde nahmen lieber diese Zahlungen in Kauf, als sich zu versichern. Das taten dafür überwiegend Menschen, die schon eine Krankenakte hatten. Die Folgen: Hohe Kosten, steigende Prämien. Doch Obamacare ist da. Trump kann es nicht einfach ersatzlos wieder abschaffen. Schließlich gibt es jetzt Millionen Versicherte mit Ansprüchen, eine etablierte Plattform und Verwaltungseinheiten mit Arbeitsplätzen. Deshalb geht Trump den Kompromiss-Weg: die Reform der Reform.

Das zeigt die Zwickmühle, in der der kommende Präsident steckt. So radikal wie er sie gegeben hat, sind einige seiner Wahlversprechen kaum umsetzbar. Die Frage wird am Ende sein, wie viele Kompromisse à la Obamacare er sich vor seinen Wählern erlauben kann.

Wir berichten im Newsblog von den aktuellen Entwicklungen nach den Präsidentschaftswahlen in den USA.

Bilder vom Wahlkampffinale: Prominenz und Siegessicherheit

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