Der erste Präsident der Vereinigten Staaten von Nordamerika, George Washington.
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George Washington wurde 1789 zum ersten US-Präsidenten ernannt.

Von Washington bis Donald Trump

Alle US-Präsidenten der Geschichte: Liste der Amtsträger

Donald Trump wurde am 8. November 2016 zum 45. Präsidenten der Vereinigten Staaten gewählt. Seit 1951 sind laut amerikanischer Verfassung zwei Amtszeiten erlaubt. Ein US-Präsident überzog, zahlreiche traten zurück, einige starben während ihrer Regierungszeit.

  • Ein US-Präsident regierte länger als die üblichen zwei Amtszeiten.
  • Grover Cleveland zog als einziges US-Regierungsoberhaupt zwar zweimal, jedoch nicht hintereinander ins Weiße Haus ein.
  • Neunmal übernahm der Vizepräsident im Laufe der Regierungsperiode das Amt.

Washington, D.C. – George Washington wurde 1789 zum ersten US-Präsidenten ernannt. Ihm folgten bis zu Donald Trump im Wahljahr 2017 43 weitere. Hier findet man eine Liste aller US-Präsidenten und Kurz-Porträts der bedeutsamsten.

US-Präsidenten: Vom Unabhängigkeits- bis zum Bürgerkrieg 1861

George Washington: 1789–1797
George Washington trat als einziger Präsidentschaftskandidat in der Geschichte der USA ohne Parteibindung an. Er war maßgeblich an der Entwicklung des noch jungen Staates beteiligt und trieb den Wandel von den 13 Kolonien hin zu einer Union souveräner Republiken und schließlich zum modernen Bundesstaat voran.

John Adams: 1797–1801

Thomas Jefferson: 1801–1809
Unter Jeffersons Regentschaft verdoppelten die USA ihr Staatsgebiet durch den Erwerb der französischen Kolonie Louisiana. Expansionen Richtung Westen trieb er durch die Lewis-und-Clark-Expedition voran: Die erste amerikanische Überlandexpedition führte das Duo zur Pazifikküste.

James Madison: 1809–1817

James Monroe: 1817–1825

John Quincy Adams: 1825–1829

Andrew Jackson: 1829–1837
Jackson gilt als erster „Volkspräsident“: Er war der Erste, der nicht mehr zu den Gründungsvätern gehörte, und genoss in der Bevölkerung eine enorme Popularität. In seine zwei Amtszeiten fielen erste Spannungen zwischen Nord- und Südstaaten, die später im Bürgerkrieg münden sollten.

Martin Van Buren, 1837–1841

William H. Harrison: 1841
Nur einen Monat blieb Harrison im Amt und hatte somit die kürzeste Amtszeit in der Geschichte der USA. Zugleich war er der Erste, der im Laufe seiner Präsidentschaft verstarb.

John Tyler: 1841–1845

James K. Polk: 1845–1849
Polk führte die Vereinigten Staaten durch den Mexikanisch-Amerikanischen Krieg und trieb die Ausweitung des Landes Richtung Westen voran. Eine zweite Amtszeit wäre für ihn möglich gewesen, doch er verzichtete darauf.

Zachary Taylor: 1849–1850

Millard Fillmore: 1850–1853

Franklin Pierce: 1853–1857

James Buchanan: 1857–1861
Die ersten Südstaaten traten aus der Union aus, wogegen Buchanan nichts unternahm. Zugleich herrschte um 1857 eine Wirtschaftskrise im Land, die globale Auswirkungen hatte. Er stellte sich 1861 nicht mehr zur Wiederwahl.

US-Präsidenten von 1861 bis 1945

Abraham Lincoln: 1861–1865
Der amerikanische Bürgerkrieg prägte Lincolns Amtszeit. Er endete mit dem Sieg der Nordstaaten und der Abschaffung der Sklaverei. Lincoln war der erste US-Präsident, der einem Attentat zum Opfer fiel. Er gilt bis heute als einer der bedeutendsten US-Staatsoberhäupter der Geschichte: Seine Führung im Bürgerkrieg verhinderte eine dauerhafte Spaltung des Landes zwischen Nord und Süd.

Andrew Johnson: 1865–1869
Johnson trat als Vizepräsident die Nachfolge des ermordeten Abraham Lincoln an. Seine wichtigste Aufgabe war es, das Land nach dem Krieg wiederzuvereinigen. Gegen ihn fand erstmals in der Geschichte der USA ein „Impeachment“ (Amtsenthebungsverfahren) statt, das jedoch scheiterte.

Ulysses S. Grant: 1869–1877
Grant gelang es, fortzuführen, was Andrew Johnson begann: die „Reconstruction“ des Landes und die Einheit der Nation. Obwohl er eine dritte anstrebte, blieb es bei zwei Amtszeiten. Seine Partei verweigerte ihm mit Verweis auf die von George Washington eingeführte Praxis der Selbstbeschränkung eine weitere.

Rutherford B. Hayes: 1877–1881

James A. Garfield: 1881

Chester A. Arthur: 1881–1885

Grover Cleveland: 1885–1889
In Clevelands erster Amtszeit wurde die New Yorker Freiheitsstatue eingeweiht. Er war außerdem der erste und bislang einzige US-Präsident, der im Weißen Haus heiratete. (https://www.whitehouse.gov/)

Benjamin Harrison: 1889–1893

Grover Cleveland: 1893–1897
Als Einziger in der Liste der US-Präsidenten absolvierte Cleveland seine zwei Amtszeiten nicht direkt nacheinander. Die zweite wurde vor allem vom Pullman-Streik geprägt, dem bis heute größten Arbeiterprotest der US-Geschichte.

William McKinley: 1897–1901
McKinley ging vor allem aufgrund seiner imperialistischen Tendenzen in die Geschichte ein. Er besetzte Kuba, Puerto Rico und die Philippinen, zudem fiel die Annektierung Hawaiis in seine Amtszeit. McKinley war der zweite US-Präsident nach Abraham Lincoln, der einem Attentat zum Opfer fiel.

Theodore Roosevelt: 1901–1909
Roosevelt bemühte sich innen- und außenpolitisch um Ausgleich: Für sein Engagement im Russisch-Japanischen Krieg erhielt er den Friedensnobelpreis. Er war außerdem der Erste, der einen Afroamerikaner im Weißen Haus empfing.

William H. Taft: 1909–1913

Woodrow Wilson: 1913–1921
Gegen sein Veto wurde in Wilsons zweiter Amtszeit die Alkoholprohibition eingeführt. Als Gründer der US-Zentralbank und der Bundeshandelskommission führte er bedeutende Reformen ein. Seine Bemühungen um den Völkerbund brachten ihm den Friedensnobelpreis ein.

Warren G. Harding: 1921–1923

Calvin Coolidge: 1923–1929

Herbert Hoover: 1929–1933
Hoovers Amtszeit war vor allem von der Weltwirtschaftskrise geprägt, die mit dem „Black Friday“ ihren Anfang nahm. Dem Präsidenten gelang es nicht, deren Folgen abzumildern, sodass es nicht zu einer Wiederwahl kam.

Franklin D. Roosevelt: 1933–1945
Mit vier Amtszeiten ist Franklin D. Roosevelt der am längsten amtierende US-Präsident in dieser Liste. Er führte die USA erst mit seinem „New Deal“, einer Reihe von wirtschaftlichen und sozialen Reformen, durch die Wirtschaftskrise und dann durch den Zweiten Weltkrieg.

US-Präsidenten: Nach dem Zweiten Weltkrieg bis zur Jahrtausendwende

Harry S. Truman: 1945–1953
Unter Truman warfen die USA 1945 zwei Atombomben auf Japan ab. Er befehligte den Koreakrieg, zünde fiel in seine Amtszeit der Beginn der McCarthy-Ära und damit die vermeintliche oder tatsächliche Jagd auf Kommunisten.

Dwight D. Eisenhower: 1953–1961
Seiner Eisenhower-Doktrin zufolge sollten die USA (pro)westliche Regimes mit allen Mitteln vor einer kommunistischen Unterwanderung oder einer Bedrohung durch die Sowjetunion schützen. Er setzte zugleich der McCarthy-Ära ein Ende und führte eine maßvolle Nahostpolitik.

John F. Kennedy: 1961–1963
Kennedys kurze Amtszeit war von zahlreichen global bedeutsamen Ereignissen geprägt:

  • Scheitern der Invasion in der Schweinebucht auf Kuba
  • Bau der Berliner Mauer
  • Beginn des Vietnamkriegs
  • Kubakrise

Kennedy wurde am 22. November 1963 in Dallas, Texas ermordet. Bis heute sind die Umstände nicht vollständig aufgeklärt.

Lyndon B. Johnson: 1963–1969

Richard Nixon: 1969–1974
Nixon trat als Erster in der Liste der US-Präsidenten aufgrund der Watergate-Affäre zurück. In seine Amtszeit fallen das Ende des Vietnamkriegs und die erste Mondlandung.

Gerald Ford: 1974–1977

Jimmy Carter: 1977–1981

Ronald Reagan: 1981–1989
Reagan bemühte sich durch gezielte Aufrüstung, den Kalten Krieg zu beenden. Letztendlich konnte er die Beziehungen der USA zu Russland entscheidend verbessern.

George Bush: 1989–1993
Bushs Amtszeit war vom ersten Irakkrieg gezeichnet. Er befürwortete die Deutsche Einheit. Seine Wiederwahl verhinderte der Bruch seines Wahlversprechens „Keine neuen Steuern“.

Bill Clinton: 1993–2001
Für die Bekämpfung von Drogenmissbrauch, Waffengewalt und Armut führte Bill Clinton zahlreiche Reformen ein. Er trieb eine allgemeine Krankenversicherung voran, vermittelte zwischen den USA, China und Russland. Seine zweite Amtszeit war insbesondere von der Sex-Affäre mit Monica Lewinsky geprägt.

US-Präsidenten seit 2000

George W. Bush: 2001–2009
Mit dem knappsten Ergebnis der Geschichte zog George W. Bush ins Weiße Haus ein. In seine zwei Amtszeiten fielen die Terroranschläge vom 11. September 2001 und deren innen- wie außenpolitischen Folgen.

Barack Obama: 2009–2017
Mit seiner Gesundheitsreform „Obamacare“ legte der erste afroamerikanische US-Präsident der Geschichte den Grundstein für eine Versicherungspflicht. In seine zwei Amtszeiten fielen die globale Finanzkrise sowie die Dringlichkeiten des weltweiten Klimaschutzes.

Donald Trump: seit 2017
Weder ein politisches noch ein militärisches Amt bekleidete Donald Trump vor seiner Wahl zum Präsidenten. In der Liste der US-Präsidenten war Trump der Zweite, gegen den es 2019 zu einem Impeachment-Verfahren kam. In seine aktuelle Amtszeit fällt 2020 die Corona-Krise, die in den USA bis Herbst 2020 mehr als 209.000 Tote forderte.

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