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Eine amerikanische Drohne vom Typ MQ-9 Reaper beim Landeanflug nach einer Flugtrainingsmission

Erstes Eingeständnis

US-Regierung: Vier amerikanische Drohnen-Tote

Washington - Die US-Regierung hat erstmals öffentlich die Tötung eigener Staatsbürger mit Drohnen zugegeben. Insgesamt seien vier Amerikaner bei Anti-Terror-Angriffen ums Leben gekommen.

Die US-Regierung hat erstmals zugegeben, dass seit 2009 bei Drohnenangriffen in Pakistan und Jemen vier amerikanische Staatsbürger getötet wurden. Die Mitteilung an den Kongress erfolgte am Mittwoch einen Tag vor einer Rede Präsident Barack Obamas zur nationalen Sicherheit.

Justizminister Eric Holder schrieb in einem Brief an den Vorsitzenden des Justizausschuss des Senats, Patrick Leahy, geplant und gezielt getötet worden sei im September 2011 in Jemen der US-Bürger Anwar al-Awlaki, ein radikaler muslimischer Geistlicher. Drei weitere Amerikaner seien bei Drohnenangriffen getötet worden, sie seien aber nicht direktes Ziel gewesen. Samir Khan sei bei demselben Drohnenangriff wie Al-Awlaki getötet worden. Al-Awlakis 16-jähriger Sohn Abdulrahman sei zwei Wochen später bei einem Drohnenangriff getötet worden. Der vierte von einer Drohne getötete US-Bürger, Jude Kenan Mohammed, sei in Pakistan gewesen.

"Diese Information war bisher geheim"

„Seit seinem Amtsantritt (2009) hat der Präsident seine Zusage deutlich gemacht, den Kongress und das amerikanische Volk so viele Informationen über sensible Antiterroroperationen wie möglich zu geben“, erklärte Holder. „Deshalb hat mich der Präsident angewiesen, diese bestimmte Information zu enthüllen, die bisher geheim war.“

Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International kritisierte den zunehmenden Einsatz von Drohnen bei der Terrorismusbekämpfung. Dies geschehe im Geheimen und scheine auf die Hinrichtung von Menschen ohne Prozess hinauszulaufen, hieß es in einem am Mittwoch veröffentlichen Bericht zur globalen Menschenrechtslage.

AP/dpa

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