US-Regierung: Keine Todesstrafe für Snowden

Washington - Die US-Justiz strebt keine Todesstrafe für den flüchtigen NSA-Enthüller Edward Snowden an. Dies hat US-Justizminister und Generalbundesanwalt Eric Holder den russischen Behörden in einem Brief zugesichert.

In dem Schreiben vom 23. Juli an den russischen Justizminister Wladimirowitsch Konowalow heißt es, die aktuell erhobenen strafrechtlichen Vorwürfe gegen den Ex-Geheimdienstmitarbeiter seien nicht so schwerwiegend, dass die US-Staatsanwaltschaft eine Hinrichtung Snowdens beantragen werde. Und selbst wenn noch schwerer wiegende Anklagepunkte hinzukämen, werde die US-Justiz nicht die Todesstrafe fordern, schrieb Holder.

Holder reagierte damit auf Medienberichte über Snowdens Asylantrag in Russland. Darin soll der 30-Jährige sein Gesuch unter anderem damit begründet haben, dass ihm in den USA Folter und die Todesstrafe drohe.

Der „Whistleblower“, der die Spähprogramme der NSA aufgedeckt hat, hält sich seit seiner Flucht aus den USA über Hongkong in der Transitzone des Moskauer Flughafens Scheremetjewo auf, wo er seit Ende Juni festsitzt. Die USA wollen ihn wegen Spionage vor Gericht stellen.

AP

Rubriklistenbild: © AP

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Menschen in Myanmar zweifeln an Gewalt gegen Rohingya
Niedergebrannte Dörfer, getötete Kinder - was die Rohingya-Flüchtlinge derzeit erleben, sorgt auf der ganzen Welt für Entsetzen. In deren Heimat Myanmar herrscht eine …
Menschen in Myanmar zweifeln an Gewalt gegen Rohingya
Merkel appelliert an ihre CDU: „Ran an den Speck!“ 
Berlin - Am letzten Tag vor der Wahl geht es um alles - Bundeskanzlerin Angela Merkel hat ihre CDU deshalb vor allem zum Werben um unentschlossene Bürger aufgerufen.
Merkel appelliert an ihre CDU: „Ran an den Speck!“ 
Trumps größte Niederlage? Obamacare-Abschaffung droht erneut zu scheitern
Der wiederholte Versuch von Donald Trumps US-Republikanern, die Gesundheitsversorgung seines Vorgängers Barack Obama zu ersetzen, wird höchstwahrscheinlich fehlschlagen. 
Trumps größte Niederlage? Obamacare-Abschaffung droht erneut zu scheitern
Forsa-Chef: AfD wird sich im Bundestag selbst zerlegen
Berlin - Der Chef des Meinungsforschungsinstituts Forsa, Manfred Güllner, zeichnet ein düsteres Bild für die Zukunft der AfD.
Forsa-Chef: AfD wird sich im Bundestag selbst zerlegen

Kommentare