„Menschen werden nicht aufhören zu kommen“

Berichte: US-Regierung erwägt Trennung von Familien bei illegaler Einreise

Die US-Regierung erwägt Medienberichten zufolge, bei einer illegalen Einreise von Familien Kinder von ihren Eltern zu trennen. 

Mehrere US-Zeitungen berichteten am Freitag von entsprechenden Überlegungen, mit denen eine abschreckende Wirkung erzielt werden soll. Laut "New York Times" sollen die Eltern in geschlossene Auffanglager gebracht und die Kinder den Sozialdiensten übergeben werden. "Die Menschen werden nicht aufhören zu kommen, wenn es bei einer illegalen Einreise keine Konsequenzen gibt", sagte ein Vertreter des Heimatschutzministeriums der "Washington Post". 

Der Kampf gegen die illegale Einwanderung war eines der zentralen Wahlkampfversprechen von US-Präsident Donald Trump. In diesem Jahr ist die Zahl der Festnahmen von Migranten an der Grenze der USA zu Mexiko zwar deutlich zurückgegangen; im November gab es allerdings einen leichten Anstieg. 

Bereits im März hatte der damalige Heimatschutzminister und heutige Stabschef im Weißen Haus, John Kelly, angeregt, Familien bei einer illegalen Einreise zu trennen. "Wir würden diese Kinder gut behandeln, während wir uns um ihre Eltern kümmern", sagte er damals dem Nachrichtensender CNN. Der Vorschlag sorgte aber für empörte Reaktionen und wurde zunächst fallengelassen.

afp

Rubriklistenbild: © picture alliance / Sean Masterso

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

UN-Generalsekretär: "Schreckliche Zunahme" häuslicher Gewalt
Zur Bekämpfung der Corona-Krise gelten in vielen Ländern Ausgehbeschränkungen und Quarantäne-Bestimmungen. Für viele Frauen geht die erzwungene Verringerung des …
UN-Generalsekretär: "Schreckliche Zunahme" häuslicher Gewalt
Unionsabgeordnete: Kinder aus Flüchtlingslagern holen
Berlin (dpa) - Eine Gruppe von gut 50 Unionsabgeordneten hat an EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen appelliert, Kinder aus den Flüchtlingslagern auf den …
Unionsabgeordnete: Kinder aus Flüchtlingslagern holen
Corona: Premier Johnson verbringt erste Nacht in Klinik
Seit mehr als einer Woche leidet der britische Premierminister an der Lungenkrankheit Covid-19. Nun wurde Boris Johnson ins Krankenhaus gebracht. Noch ist unklar, er …
Corona: Premier Johnson verbringt erste Nacht in Klinik
Regierung will zusätzliche Hilfe für Mittelstand beschließen
Die Bundesregierung legt in der Corona-Krise bei der Unterstützung für Firmen noch einmal nach. Vor allem mittelständische Unternehmen sollen einfacher an Kredite kommen.
Regierung will zusätzliche Hilfe für Mittelstand beschließen

Kommentare