Bundesfinanzminister Scholz reist in die USA
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Olaf Scholz (SPD), Bundesfinanzminister, steigt auf dem militärischen Teil vom Flughafen Berlin-Brandenburg in ein Airbus A340 der Flugbereitschaft der Bundeswehr, um nach Washington (USA) zu fliegen

Globale Mindestbesteuerung

US-Reise von Olaf Scholz - Erholung der transatlantischen Beziehungen unter Joe Biden

Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) sieht eine Erholung der transatlantischen Beziehungen und will auf einer US-Reise vor allem Pläne für eine globale Mindestbesteuerung vorantreiben.

Berlin - Scholz erklärte am Mittwoch vor einem Abflug nach Washington: „Gemeinsam mit meiner US-Amtskollegin Janet Yellen bemühe ich mich um eine möglichst breite internationale Unterstützung für diese wichtige Maßnahme. Es geht darum, dass sich internationale Konzerne nicht mehr davor drücken können, Steuern zu zahlen.“

Der Vizekanzler will am Freitag mit US-Finanzministerin Yellen zusammenkommen. Schwerpunkt dabei sind die Pläne für eine globale Mindeststeuer. Ein angestrebtes Treffen des SPD-Kanzlerkandidaten mit US-Vizepräsidentin Kamala Harris im Weißen Haus stand nicht auf dem Programm.

Scholz sagte: „Die neue Regierung von Präsident Joe Biden ist ein echter Lichtblick und die transatlantischen Beziehungen erholen sich nach der schwierigen Zeit unter seinem Vorgänger.“

Anfang Juni hatten sich die Finanzminister der G7-Staaten auf eine globale Steuerreform geeinigt. Neben einer Mindeststeuer von 15 Prozent soll auch dafür gesorgt werden, dass Großkonzerne künftig dort Steuern zahlen, wo sie ihre Umsätze machen.

Die Reise des Vizekanzlers soll bis Samstag dauern. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) will Mitte Juli in Washington mit US-Präsident Joe Biden zusammentreffen. (dpa)

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