+
Für Tom Cotton, jüngstes Mitglied im US-Senat, kommt eine Schließung des Lagers in Guantánamo Bay nicht in Frage. Foto: Johannes Schmitt-Tegge/Archiv

US-Senator: Terroristen sollen "in der Hölle verrotten"

Washington (dpa) - In ungewöhnlich scharfen Tönen hat ein US-Senator sich für den Verbleib des umstrittenen Gefangenenlagers Guantánamo ausgesprochen: "Meiner Meinung nach ist das einzige Problem an Guantánamo Bay, dass dort zu viele Betten und Zellen frei sind".

"Wir sollten mehr Terroristen dorthin schicken. Was mich angeht, kann jeder einzelne von ihnen in der Hölle verrotten. Aber solange das nicht geht, können sie in Guantánamo Bay verrotten", sagte Tom Cotton, jüngstes Mitglied im Senat, bei einer Anhörung.

Der Republikaner-Neuling im Senat nahm bei der Anhörung Pentagon-Mitarbeiter Brian McKeon ins Kreuzverhör und wies dabei die Argumentation der US-Regierung zur Schließung des Camps zurück. Guantánamo sei keineswegs ein Propaganda-Werkzeug für Islamisten. Dies hatte Präsident Barack Obama mehrfach als Grund für die Schließung genannt. Cotton hielt dem entgegegen, schon vor der Inbetriebnahme des Lagers 2002 habe es immer wieder Terroranschläge gegen US-Ziele gegeben.

Video-Mitschnitt der Anhörung

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Israel genehmigt neue Siedlerwohnungen
Tel Aviv -Die UN haben den israelischen Siedlungsbau verurteilt, die bisherige US-Regierung auch. Doch unter Trump könnte alles anders werden - und Israel genehmigt …
Israel genehmigt neue Siedlerwohnungen
May will mit Trump über Handelsvertrag sprechen
Sie ist die erste ausländische Regierungschefin, die den gerade vereidigten US-Präsidenten Donald Trump im Weißen Haus besucht - und eine Frau. Theresa May will mit dem …
May will mit Trump über Handelsvertrag sprechen
Kommentar: Die falsche Antwort auf Trump
Die richtige Antwort auf Trumps „America first“ ist ein besseres Europa - und nicht dessen Abschaffung, meint unser Autor Georg Anastasiadis. Dass AfD-Chefin Frauke …
Kommentar: Die falsche Antwort auf Trump
Trump nimmt Amt auf - die Welt geht auf die Barrikaden
Washington - Proteste in aller Welt nach der Amtsübernahme von Donald Trump: Die aggressive Antrittsrede des US-Präsidenten verstärkt vorhandene Sorgen. Internationale …
Trump nimmt Amt auf - die Welt geht auf die Barrikaden

Kommentare