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Ein angebliches Vergewaltigungs-Opfer Trumps, vertreten durch die Anwältin Lisa Bloom (Foto) sagte eine Pressekonferenz ab, in der sie über ihre Vorwürfe sprechen wollte.

Pressetermin in letzter Minute abgesagt

Angebliches Vergewaltigungs-Opfer Trumps will reden - und macht Rückzieher

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Woodland Hills - Sie wirft Trump vor, sie mehrfach vergewaltigt zu haben, als sie 13 war. Jetzt wollte das mutmaßliche Opfer vor der Presse auspacken. Doch kurz davor bekam sie Angst. 

Am 8. November 2016 wird in den USA ein neuer Präsident gewählt - möglicherweise heißt der Sieger Donald Trump. Einen guten Monat später steht für den Mann, der dann vielleicht Präsident ist, ein Gerichtstermin im Kalender. Am 16. Dezember 2016 muss Donald Trump laut „The Nation“ zu einer Anhörung erscheinen. Der Vorwurf: Er habe 1994 eine 13-Jährige mehrfach vergewaltigt. 

Die Übergriffe sollen auf Partys des verurteilten Pädophilen Jeffrey Epstein geschehen sein, zu denen auch Trump eingeladen gewesen sein soll. Epstein soll berühmt-berüchtigt gewesen sein für seine ausschweifenden Feste mit jungen Frauen. 2008 wurde er zu 18 Monaten Haft verurteilt, weil er Minderjährige zur Prostitution gezwungen haben soll.

Auf Pressekonferenz wollte „Jane Doe“ auspacken

Schon jetzt, vor den Wahlen, wollte sich das mutmaßliche Opfer mit dem Decknamen „Jane Doe“ vor der Presse erklären. Am Mittwoch lud ihre Anwältin Lisa Bloom zu einer Pressekonferenz in Los Angeles ein, bei der die Frau über ihre Anschuldigungen gegen Trump sprechen wollte. 

Doch kurz bevor das angebliche Opfer sein Schweigen brechen sollte - zahlreiche Journalisten und Kameras waren schon vor Ort - wurde der Pressetermin abgesagt. Ihre Mandantin sei derart bedroht worden, dass sie Angst habe, sich in der Öffentlichkeit zu zeigen, ließ ihre Anwältin über den „Huffington Post“-Reporter Matt Ferner auf Twitter mitteilen.

Nicht der erste Vorwurf gegen Donald Trump

Auch andere Frauen haben Donald Trump schon vorgeworfen, dass er sie sexuell belästigt habe. In einem von der „Washington Post“ ausgestrahltem Video aus dem Jahr 2005 äußerte der Präsidentschaftskandidat sich zudem anzüglich und abfällig über Frauen und prahlte auf vulgäre Weise damit, jede haben zu können. Danach entschuldigte er sich dafür.

Clinton oder Trump? So haben sich US-Stars entschieden

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