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Hillary Clinton will für die Demokraten ins Weiße Haus einziehen.

Schafft sie es ins Weiße Haus?

Yes, she can! Clinton wird Konkurrentin von Trump

Philadelphia - Jetzt ist es ganz offiziell: Hillary Clinton wird für die US-Demokraten in den Kampf ums Weiße Haus gehen. Erstmals hat eine Frau reelle Chancen, Präsidentin der Vereinigten Staaten zu werden.

Die demokratische US-Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton will die weitere Stärkung der US-Wirtschaft und die Schaffung von gut bezahlten Arbeitsplätze zu Schwerpunkten ihrer Amtsführung machen. In ihrer ersten Rede als offizielle Kandidatin für das Weiße Haus kündigte sie am Donnerstagabend (Ortszeit) beim Parteitag der Demokraten in Philadelphia an, die US-Wirtschaft so voranbringen zu wollen, "dass jeder, der einen gut bezahlten Job will, ihn bekommen kann".

Clinton sagte, sie wolle in den ersten 100 Tagen ihrer Amtszeit das massivste Konjunkturprogramm seit Ende des Zweiten Weltkrieges auf die Beine stellen. Dadurch sollten Arbeitsplätze unter anderem im Bereich der Öko-Energien, der Infrastruktur und der kleinen Unternehmen geschaffen werden.

Clinton attackiert Trump als Spalter

Die frühere Außenministerin wandte sich gezielt an jene Teile der Wählerschaft, die wegen ihrer wirtschaftlichen Situation frustriert sind und unter denen ihr republikanischer Rivale Donald Trump den Umfragen zufolge Anklang findet. Die US-Wirtschaft funktioniere noch nicht so, "wie sie sollte", räumte sie ein. Insofern gebe sie jenen arbeitenden Familien Recht, die "frustriert und sogar wütend" über ihre Situation seien.

Ihrem republikanischen Rivalen warf Clinton vor, das Land durch Angstmacherei spalten zu wollen: "Er will, dass wir die Zukunft fürchten und einander fürchten." Trump wolle die USA "vom Rest der Welt abspalten und uns voneinander".

Trump feuerte via Social Media zurück. „Niemand hat ein schlechteres Urteilsvermögen als Hillary Clinton. Korruption und Verwüstung folgen ihr überallhin, wohin sie auch geht“, schrieb der 70 Jahre alte Populist im Netzwerk Twitter.

Sich selbst präsentierte die 68-Jährige als die Kandidatin, die für den gesellschaftlichen Zusammenhalt steht. Für ihr Land sei "wieder einmal eine Stunde der Wahrheit gekommen". Die Wähler hätten darüber zu entscheiden, "ob wir alle zusammenarbeiten, so dass wir alle zusammen vorankommen". Sie werde eine Präsidentin für "alle Amerikaner" sein, auch für jene, von denen sie nicht gewählt werde.

US-Wahl 2016: Umfragen prognostizieren enges Rennen

In der Rede nahm die frühere Außenministerin ihre Nominierung als Präsidentschaftskandidatin förmlich an. Sie übernehme diese Aufgabe "mit Demut, Entschlossenheit und grenzenlosem Vertrauen in das amerikanische Versprechen", sagte die ehemalige First Lady.

Clinton war zwei Tage zuvor per Parteitagsvotum zur Präsidentschaftskandidatin gekürt worden. Sie ist die erste Frau in der Geschichte der Vereinigten Staaten, die für eine der großen Parteien für das Rennen um das Weiße Haus nominiert ist und somit realistische Chancen auf das Präsidentenamt hat.

Die jüngsten Umfragen sagen ein enges Rennen gegen Trump voraus. Der Immobilienmilliardär war in der vergangenen Woche von einem Parteitag der Republikaner als Präsidentschaftskandidat nominiert worden.

Was sagen die Umfragewerte vor der US-Wahl? Wir haben uns das mal genauer angeschaut.

AFP/dpa

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