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Donald Trump und Hillary Clinton.

Rat an Clinton: Anfechten

Manipulation? Experten zweifeln an Trump-Sieg

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Washington - Hillary Clinton soll die Wahlergebnisse vom 8. November anfechten. Das behaupten einige Wissenschaftler, die vermuten, dass Wahlmaschinen manipuliert wurden.

Hat Donald Trump dank einer Manipulation die US-Wahl Anfang November gewonnen? Das vermuten einige Computer-Spezialisten und Wahlrechtsanwälte aus den USA. Sie raten Hillary Clinton deshalb, dass sie das Ergebnis anfechten soll.

Nach Informationen von CNN und des New York Magazine will ein Team von mehreren Wissenschaftlern herausgefunden haben, dass bei den „Swing States“ wie Pennsylvania, Michigan und Wisconsin manipuliert worden sein könnte.

Sie erklären, dass genau in den Bezirken, in denen Clinton am schlechtesten abschnitt, von elektronischen Wahlmaschinen ausgezählt wurde. In den Bezirken, in denen Wähler per Hand ihr Kreuz machten, war die Demokratin auffällig besser.

Keine Beweise, aber Auffälligkeiten

Die Wissenschaftler haben zwar keine Beweise gefunden, dass die Wahlmaschinen manipuliert worden seien, aber sie meinten, dass die Unterschiede in den Statistiken auffällig genug sind, um das gründlicher zu untersuchen.

CNN berichtet, dass es vor der Wahl große Bedenken gab, dass russische Hacker die Auszählung beeinflussen könnten. Aber: Wahl-Offizielle und Cyberexperten sagten, dass es praktisch unmöglich gewesen sei, das Ergebnis zu beeinflussen.

Drei wahlentscheidende Staaten betroffen

Die Entdeckung der Experten ist deshalb interessant, weil Pennsylvania Michigan und Wisconsin drei der wahlentscheidenden Swing States waren. Die Ergebnisse in den drei Staaten sind sehr knapp. In Wisconsin habe Clinton der Gruppe zufolge in Bezirken mit elektronischer Stimmabgabe sieben Prozent weniger Stimmen erhalten als in Bezirken, die andere Wahlmethoden verwenden. Das summiere sich auf 30.000 Stimmen. Clinton verlor den Staat mit 27.000 Stimmen.

Der Bundesstaat Michigan (16 Wahlleute) ist nach wie vor nicht zu Ende ausgezählt, Trump liegt hier 0,3 Prozentpunkte vorne. In Wisconsin holte Donald Trump 10 Wahlleute und in Pennsylvania 20. Hier hatte er etwa einen Prozentpunkt Vorsprung. Er überschritt damit für viele völlig überraschend die nötige Zahl von 270 Wahlleuten und ist designierter US-Präsident. Im „Electoral College“, der Gruppe der Wahlleute, liegt er bei 290 und Clinton bei 232.

sap mit Material von AFP

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