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Pornodarstellerin Jessica Drake (42).

„Sie wurde bestimmt noch nie angegrapscht“

Trump schlägt gegen diesen Pornostar zurück

Washington - Für Donald Trump wird die Luft dünn. Zwei Wochen vor der Wahl kann er sich weiter nicht voll auf den Stichtag am 8. November konzentrieren - er muss noch Anschuldigungen von elf Frauen entkräften, die er sexuell belästigt haben soll. Auf eine von ihnen geht er nun los.

Der US-Wahlkampf bleibt schmutzig. Pornodarstellerin Jessica Drake (42) hatte am Samstag in der Kanzlei ihrer Anwältin und Clinton-Verbündeten Gloria Allred vor versammelter Presse geschildert, dass Donald Trump sie und zwei weitere Frauen im Jahr 2006 in seinem Hotelzimmer eng gepackt und geküsst habe, ohne um Erlaubnis zu fragen. Nun wehrt sich dieser.

Sein Team hatte die Anschuldigungen sofort als „lächerlich“ und „erfunden“ bezeichnet. In der Radiosendung „New Hampshire Today“ erklärt Trump: „Eine sagte: 'Er begrapschte meinen Arm'. Und sie ist ein Porno-Star.“ „Oh, ich bin mir sicher, dass sie bestimmt noch nie angegrapscht wurde.“ 

Drake und ihre Anwältin mit einem Trum-Bild aus dem Jahr 2006.

Nachdem sie auf ihr Zimmer zurückgekehrt sei, so erzählte Drake, habe Trump noch einmal angerufen und ihr 10.000 Dollar sowie einen Heimflug in Trumps Privatjet geboten - gegen Sex. Trump erklärte den Vorfall erneut für „komplett erfunden“. Das alles soll am Rande eines Golf-Wettbewerbs im kalifornischen Lake Tahoe passiert sein.

Man hätte aus vielem einen Skandal machen können, was in den vergangenen Monaten über Donald Trump bekannt wurde. Aus seiner nicht veröffentlichten Steuererklärung, weil er an der Grenze zu Mexiko eine Mauer bauen und nun offenbar im Falle einer Niederlage am 8. November die Wahl anfechten will oder wegen der vielen anti-islamischen und frauenfeindlichen Aussagen. 

Bei Letztgenanntem hatten die Amerikaner lange Geduld mit ihm. Doch nun scheint Trump darüber zu stolpern. Während sich Konkurrentin Hillary Clinton voll auf die Wahl konzentrieren kann und ihr Team für das Weiße Haus zusammenstellt, muss er eine Anschuldigung nach der anderen entkräften.

Hintergrund: Die "Washington Post" hatte vor rund zwei Wochen eine heimliche Aufzeichnung aus dem Jahr 2005 veröffentlicht, in der Trump sich in vulgären Worten mit sexuellen Übergriffen auf Frauen brüstet. Kurz danach meldeten sich mehrere Frauen zu Wort, die Trump sexuelle Belästigung vorwarfen. Trump wies die Vorwürfe als Lügen und Verleumdungen zurück und beschuldigte das Wahlkampfteam seiner Rivalin Hillary Clinton, ihn diffamieren zu wollen.

mke

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