Donald Trump im US-Wahlkampf.
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Donald Trump im US-Wahlkampf.

US-Wahl 2020

Die Riesen-Wende ist möglich: Trump bleibt Präsident - wenn er diese Staaten gewinnt

  • Christoph Klaucke
    VonChristoph Klaucke
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Donald Trump ist bei der US-Wahl 2020 in der Außenseiter-Rolle. Doch der Präsident könnte auf den letzten Metern für eine Überraschung sorgen.

  • Donald Trump werden bei der US-Wahl 2020 keine großen Chancen auf eine Wiederwahl eingeräumt.
  • In einigen Staaten könnte der Präsident den Rückstand noch aufholen und für eine Wende sorgen.
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Washington - Präsident Donald Trump steht kurz vor seiner Abwahl. So könnte es kommen, wenn man den Umfragen und Meinungen der Experten Glauben schenkt. Doch Trump hat weiter jede Menge Chancen gegen Herausforderer Joe Biden. Denn bei der Präsidentschaftswahl 2016 zeichnete sich ein ähnliches Bild ab, als Trump auf den letzten Metern Hillary Clinton noch abfing und für einen Überraschungssieg sorgte.

US-Wahl 2020: Trump darf hoffen

In diesem Jahr liegt Trump in den Umfragen zwar noch weiter zurück als vor vier Jahren, chancenlos ist er dennoch nicht. Der 74-Jährige versuchte in den letzten Stunden im Wahlkampf alles. Auch seine Frau Melania Trump unterstütze ihren Mann im Kampf um die Wählerstimmen. Sollte es Trump gelingen die Unentschlossenen dazu zu bringen für ihn zu stimmen und bei seinen Unterstützern für eine hohe Wahlbeteiligung zu sorgen, ist eine zweite Amtszeit nicht ausgeschlossen.

Vor allem das komplexe US-Wahlsystem ist ein Grund, weshalb Trump noch hoffen darf. Jeder Bundesstaat vergibt je nach Bevölkerungsanzahl eine bestimmte Anzahl an Stimmen - die sogenannten Wahlmännerstimmen. Wer 270 Stimmen auf sich vereinigt, gewinnt die Wahl. Das kann Trump in diesem Jahr wieder schaffen.

US-Wahl 2020: Trump hat schon viele Staaten in der Tasche - und braucht Florida

In einigen Staaten stand schon vor der Wahl so gut wie fest, wer sich die Stimmen holt. Trump soll bereits 125 Stimmen aus den traditionell republikanisch wählenden Staaten im Süden wie South Carolina oder Louisiana oder den Great Plains, dem Gebiet östlich der Rocky Mountains, zu dem KansasNorth und South Dakota gehören, sicher haben. Auch die Staaten Texas (38 Stimmen), Georgia (16), Ohio (18) und Arizona (11) stimmen in Präsidentschaftswahlen traditionell republikanisch. Das wären zusammengerechnet bereits 208 Wählerstimmen.

Richtig viele Stimmen gibt es in Florida abzugreifen, die braucht Trump unbedingt. Der Staat im Süden bringt 29 Stimmen. Seit fast einem Jahrhundert hat kein Republikaner mehr die Wahl gewonnen, ohne in Florida zu triumphieren. Der Multimillionär würde schon bei 237 Stimmen stehen.

US-Wahl 2020: Wer holt mehr „Swing States“? - Pennsylvania könnte Entscheidung bringen

Jetzt wird es langsam interessant. Wie üblich werden die sogenannten „Swing States“ den Ausschlag über Sieg oder Niederlage geben. Das sind Staaten, in denen sich Republikaner und Demokraten zumeist ein Kopf-an-Kopf-Rennen liefern. Laut einer Umfrage, die auch vor vier Jahren schon Recht behalten hatte, liegt Trump in Iowa (6) plötzlich vorne. Auch in North Carolina (15) konnte der 74-Jährige wie vor vier Jahren gewinnen. Bei insgesamt 258 Stimmen fehlt nicht mehr viel zur Wiederwahl.

Trump muss sich die fehlenden Stimmen in einem traditionell demokratisch geprägten Staat „klauen“, beispielsweise in Michigan, Minnesota, Wisconsin oder Pennsylvania. Ein Sieg in Pennsylvania ist nicht unrealistisch und wäre 20 Stimmen wert. Laut einer Umfrage von „InsiderAdvantage“ aus der vergangenen Woche lag Trump mit 48 Prozent gegenüber 46 Prozent für Biden sogar vorne. Mit dann 278 Wählerstimmen hätte es Trump tatsächlich geschafft und wäre wiedergewählt.

Soweit die Theorie. Voraussichtlich in den Morgenstunden des 4. November (MEZ) werden wir mehr wissen.

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