Donald Trump mit seiner ehemaligen Wahlkampf-Managerin Kellyanne Conway.
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Donald Trump mit seiner ehemaligen Wahlkampf-Managerin Kellyanne Conway.

„Wenn wir unsere Staaten verteidigen...“

US-Wahl 2020: Trump glaubt an Top-Ergebnis - Seine frühere Wahlkampf-Managerin widerspricht

  • Christoph Klaucke
    vonChristoph Klaucke
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Donald Trump ist von seiner Wiederwahl überzeugt und erwartet ein besseres Ergebnis als vor vier Jahren. Seine ehemalige Wahlkampf-Managerin ist anderer Meinung.

Washington - Donald Trump ist fest davon überzeugt, als US-Präsident wiedergewählt zu werden. Der Multimillionär geht sogar davon aus, dass er mehr Stimmen als vor vier Jahren gewinnen wird. Seine ehemalige Wahlkampf-Managerin Kellyanne Conway ist ebenfalls optimistisch, glaubt aber an einen knapperen Ausgang als der amtierende Präsident.

„Ich glaube, wir werden das Ergebnis toppen, wir werden besser sein“, sagte Donald Trump in der US-Wahl-Nacht zu Fox News. 2016 holte Trump 306 Stimmen und ließ seine Kontrahentin Hillary Clinton klar hinter sich. Im US-amerikanischen Wahlsystem reichen 270 sogenannte Wahlmänner für eine Mehrheit.

US-Wahl 2020: Trump erhält Widerspruch von ehemaliger Wahlkampf-Managerin

Trumps ehemalige Wahlkampf-Strategin Kellyanne Conway berichtete im Interview mit George Stephanopoulos vom amerikanischen TV-Sender ABC, dass sich Trump „großartig fühlt“ wegen den frühen guten Ergebnissen besonders in Florida, Michigan und Pennsylvania. Die 53-Jährige, die Trump vor vier Jahren zum Wahlsieg führte und im August überraschend ihr Amt niederlegte, glaubt an eine Wiederwahl, jedoch mit geringerem Vorsprung.

„Wenn wir unsere Staaten verteidigen und den ein oder anderen Staat verlieren sollten - auch wenn wir das nicht wollen - haben wir noch immer das Gefühl, dass wir heute über 270 Stimmen erreichen können“, sagte Conway. Dann stellte die vierfache Mutter einen überraschenden Vergleich an, indem sie Trump mit dem früheren Präsidenten Barack Obama verglich.

US-Wahl 2020: Trump wie Obama?

Obama hätte bei seiner Wiederwahl 2012 mit geringerem Vorsprung als 2008 gewonnen und vor allem bei jungen Wählern und Frauen eingebüßt. „Ein Präsident kann in einigen dieser Schlüsselgruppen etwas an Boden verlieren und dennoch wiedergewählt werden“, sagte Conway. Der Schlüssel sei es wie 2016 „durch diese blaue Wand zu springen.“

Conway kündigte zudem an, dass Trump später am Abend eine Ansprache an das Land richten werde. Im „East Room“ des Weißen Hauses sollen „ein paar Hundert Leute“ anwesend sein. Besonders pikant in Corona-Zeiten. Conway wurde erst Anfang Oktober positiv auf das Coronavirus getestet, am selben Tag wie Donald und Melania Trump. Sie hatte in der Woche zuvor bei einer Veranstaltung im Rosengarten des Weißen Hauses direkt hinter Melania Trump gesessen.

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