Wann wird was entschieden?

Zeitplan und Ablauf für die US-Wahl 2020 - Was passiert um wie viel Uhr?

Die US-Wahl 2020 folgt einem komplexen Zeitplan. Wir zeigen Ihnen den Ablauf, der sich aus den vielen Bundesstaaten und Zeitzonen ergibt.

  • Die Wahlnacht der US-Wahl 2020 ist von 3. auf den 4. November.
  • Vor allem die Ergebnisse der „Swing States“ werden den Ausgang der Wahl beeinflussen.
  • Wir geben einen Überblick zum Ablauf der Präsidentschaftswahl 2020.
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München / Washington, D.C. - Der Superwahltag am 03. November 2020 wird in den USA einiges entscheiden. Wie ist der Zeitplan der Präsidentschaftswahl 2020, wann geht es los und was wird wann entschieden? Wir informieren über alles Wichtige zum Ablauf der Wahlnacht.

US-Wahl 2020: Alles zum Ablauf der Wahlnacht (3. und 4. November)

3. November 2020, 12 - 18 Uhr (MEZ): Die Wahllokale der verschiedenen US-Bundesstaaten öffnen. In einigen Bundesstaaten konnten die Wähler bereits seit September ihre Stimme zur US-Wahl 2020 im Voraus abgeben (sogenannte „early votes“). Die Möglichkeit zur Briefwahl wird hingegen von allen Bundesstaaten angeboten, allerdings mit unterschiedlichen Vorgaben. Experten vermuten, dass die Briefwahl in den USA durch die Corona-Pandemie an Bedeutung gewinnt.

4. November 2020, 0 Uhr (MEZ): Während die meisten Amerikaner noch zur Wahl gehen können, schließen die ersten Wahllokale in den US-Bundesstaaten Kentucky und Indiana bereits wieder. In welchen Wahllokalen noch gewählt werden kann und in welchen nicht, ist abhängig von der Zeitzone, in der sie liegen. Überhaupt wird der Ablauf der US-Wahl durch die vielen Zeitzonen komplexer als in vielen anderen Ländern.

Zeitplan der Präsidentschaftswahl 2020: Ohio gewonnen - Wahl gewonnen? Die Bedeutung des Swing States

4. November 2020, 1 Uhr (MEZ): Für die Wählerinnen und Wähler in den US-Bundesstaaten South Carolina, Virginia und Vermont ist die Präsidentschaftswahl 2020 vorbei. Auch in Georgia, einem „Swing State“, sieht der Zeitplan der US-Wahl jetzt die Schließung der Wahllokale vor. Bei den sogenannten „Swing States“ ist ein Ausgang der Wahl nicht im Vorhinein abzusehen. Sie sind im Wahlkampf besonders hart umkämpft. Darüber hinaus schließen einige US-Wahllokale in New Hampshire, Florida, Indiana und Kentucky.

4. November 2020, 1:30 Uhr (MEZ): Die Schließung der Wahllokale im US-Bundesstaat West Virginia sowie den Wahllokalen der zwei „Swing States“ North Carolina und Ohio folgt. „Wer Ohio gewinnt, zieht ins Weiße Haus ein“ - Wenn es nach dieser Redewendung geht, hat der Ablauf der Präsidentschaftswahl 2020 nun seinen Höhepunkt erreicht. Der letzte Präsidentschaftskandidat, der trotz einer Niederlage in Ohio die Präsidentschaftswahl gewonnen hat, war John F. Kennedy.

Zeitplan der US-Wahl 2020: Tendenz für Sieg? Drei „Swing States“ schließen Wahllokale

4. November 2020, 2 Uhr (MEZ): Die Wahllokale in den US-Bundesstaaten Alabama, Connecticut, Delaware, Illinois, Maryland, Massachusetts, Mississippi, Missouri, New Jersey, Oklahoma, Rhode Island, Tennessee und Washington D.C. schließen laut dem Zeitplan der Wahlnacht nun ihre Türen.

Außerdem ist die Präsidentschaftswahl 2020 in weiteren „Swing States“ (Florida, Maine und Pennsylvania) vorbei - durch diese Wählerstimmen könnte nun eine deutliche Tendenz für den Wahlsieg vorliegen. Darüber hinaus wird die Wahl in einigen Wahllokalen in North Dakota, Michigan, Kansas, South Dakota und Texas beendet.

Nächster Schritt im Ablauf: US-Wahl in weiteren wichtigen Swing States beendet

4. November 2020, 2:30 Uhr (MEZ): Im Bundesstaat Arkansas in den USA werden die Wahllokale geschlossen. Der straffe Ablauf der Wahlnacht wird hier besonders deutlich.

4. November 2020, 3 Uhr (MEZ): Die Präsidentschaftswahl 2020 ist nun auch in den US-Bundesstaaten Colorado, Louisiana, New Mexico, New York und Wyoming vorbei. Darüber hinaus haben die „Swing States“ Arizona, Michigan, Minnesota, Nebraska, Texas und Wisconsin ihre Wahllokale geschlossen. Hinzu kommen Schließungen einiger Wahllokale in den US-Bundesstaaten Kansas und South Dakota.

Zeitplan der US-Wahl 2020: Wann darf ein Wahlsieger ausgerufen werden?

4. November 2020, 4 Uhr (MEZ): Die Wahllokale in den US-Bundesstaaten Montana und Utah sowie einige Wahllokale in Idaho und Oregon schließen. Erneut haben zwei „Swing States“ (Iowa und Nevada) die Wahlnacht beendet.

4. November 2020, 5 Uhr (MEZ): Der Zeitplan der Präsidentschaftswahl 2020 nähert sich dem Finale. In den US-Bundesstaaten Hawaii, Idaho, Kalifornien, Oregon und Washington ist die Wahl zum US-Präsidenten 2020 zu Ende. Ab 5 Uhr (MEZ) dürfen die Medien in den USA einen Wahlsieger ausrufen, da nur noch die Stimmen aus dem US-Bundesstaat Alaska fehlen.

Ablauf der Präsidentschaftswahl 2020 nähert sich dem Ende

4. November 2020, 6 Uhr (MEZ): Während überall sonst in Amerika die Wahllokale bereits geschlossen sind, ist die Präsidentschaftswahl 2020 nun auch in einigen Wahllokalen im Bundesstaat Alaska beendet.

4. November 2020, 7 Uhr (MEZ): In den USA sind nun alle Wahllokale geschlossen. Wenn bisher noch kein Gewinner ausgerufen wurde, könnte nun bald ein Wahlsieger benannt werden. Zum Ablauf der US-Wahl gehört es auch, dass in den Morgenstunden die Kandidaten der Republikaner und Demokraten telefonieren, damit ein Kandidat seine Niederlage einräumt, bevor der andere seinen Sieg verkündet.

In unserem News-Ticker zur US-Wahl 2020 halten wir Sie über aktuelle Begebenheiten auf dem Laufenden. Ebenso finden Sie aktuelle Hochrechnungen, Zwischenergebnisse und den aktuellen Stand der Wahl bei uns.

Zeitplan der US-Wahl 2020: Wie geht es nach der Wahlnacht weiter?

Der Ablauf der Wahlnacht vom 3. auf den 4. November 2020 ist relativ klar durchstrukturiert. Aber wie geht es danach weiter? Am 14. Dezember 2020 kommen die Wahlleute im „Electoral College“ zusammen und wählen den neuen neuen Präsidenten und Vizepräsidenten. Am 6. Januar 2021 folgt dann die Auszählung dieser Stimmen und das offizielle Ergebnis der US-Wahl 2020. Der 20. Januar 2021 ist der Tag der Amtseinführung des neuen Präsidenten in Washington, D.C - wenn es keine Wiederwahl wird. (jey)

Rubriklistenbild: © Britta Pedersen / dpa / dpa-Zentralbild / picture alliance

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