US-Präsident Donald Trump hat seine Wahlparty ins Weiße Haus verlegt.
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US-Wahl 2020: Plant Donald Trump schon bald sein Polit-Comeback?

Nach Wahlschlappe

Plant Trump ein Comeback 2024? „Wahl-Pleite ist nicht Donalds Ende ...“

  • Tanja Koch
    vonTanja Koch
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Trump hat verloren, doch 2024 könnte er erneut antreten. Wie mehrere seiner Berater und früheren Berater erklären, ist das durchaus möglich.

Washington - Der Vorsprung von Joe Biden machte nur kleine Sprünge, am Ende sollte er dennoch reichen, um die Marke der 270 Stimmen, die er zum Wahlsieg benötigt hatte, zu erreichen. Nach dramatischen Wendungen und Tagen des Luftanhaltens stand am Ende einer intensiven US-Wahl 2020 fest: Trump ist geschlagen und der Demokrat Biden wird der 46. Präsident der USA. Doch was passiert mit Donald Trump? Verschwindet er nach der Vereidigung Bidens am 20. Januar des neuen Jahres von der politischen Bildfläche?

Die frühere Trump-Beraterin Bryan Lanza sagte laut Independent gegenüber dem Sender Radio 4 der BBC, dass Trump sich in einer „guten Lage“ befände, um in vier Jahren erneut anzutreten. „Jeder dachte, das würde eine eindeutige Wahl werden“, sagte Lanza. „Es war von einem zweistelligen Vorsprung die Rede, von einem Erdrutsch im Electoral College. Aber davon sind wir weit entfernt.“ Wenn sie den Präsidenten berate - und es gebe tatsächlich gelegentlich Gespräche mit ihm - würde sie ihm raten, bei der nächsten Wahl erneut anzutreten.

Doch es gibt noch weitere Stimmen, die ein erneutes Antreten Trumps vorhersagen oder ihm dazu raten. Steve Bannon, Trumps ehemaliger Chefstratege, sagte laut Independent, selbst wenn Trump die Wahl zur zweiten Amtszeit verliert, werde die Welt nicht „das Ende Donald Trumps“ sehen.

US-Wahl 2020: Denkt Trumps Team schon jetzt über die Wahl 2024 nach?

Trumps ehemaliger Stabschef, Mick Mulvaney, ist sich sogar recht sicher, dass Trump auch 2024 für die Republikaner bei der US-Wahl* antreten wird. „Die Leute fangen an zu realisieren: Moment, wenn Donald Trump verliert, ist er dann immer noch DER Typ? Absolut. Ich erwarte absolut, dass der Präsident in der Politik involviert bleibt und würde ihn absolut auf eine Shortlist von Leuten packen, die wahrscheinlich in 2024 kandidieren*“, sagte Mulvaney in einem Video des Nachrichtenportals The Recount.

„Er mag es nicht, zu verlieren. Man darf auch nicht vergessen, dass er in vier Jahren fast noch jünger sein wird, als Joe Biden heute.“ Donald Trump wäre in vier Jahren 78 Jahre alt, Joe Biden* 81.

Jim Acosta, CNN-Chefkorrespondent aus dem Weißen Haus, teilte via Twitter mit, dass er von entsprechenden Überlegungen im Weißen Haus mitbekommen hätte. „Trump* und seine Mitarbeiter hatten Diskussionen über ein Comeback im Jahr 2024, falls er die Wiederwahl an Biden verlieren sollte, sagt mir ein Berater. Kein Wort, ob er es tun würde. Aber das Thema ist aufgetaucht, wurde mir gesagt.“

Dennoch scheint ein erneutes Antreten Trumps als Präsidentschaftskandidat der Republikaner in vier Jahren als äußerst abwegiges Szenario. *Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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