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Donald Trump am 2. November 2020 bei einer Wahlkampfveranstaltung am Flughafen von Opa Locka in Floride.
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Verliert Donald Trump „Freunde“ unter den Moderatoren von Fox News?

Unbelegte Behauptungen den US-Präsidenten

Mitten in Live-Show: Fox News schaltet Trump-Team plötzlich ab - „Kann ich nicht mit gutem Gewissen zeigen“

  • Franziska Schwarz
    vonFranziska Schwarz
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Was ist ein Präsident ohne TV-Bühne? Trump-Sprecherin McEnany durfte nicht zu Ende reden - und das ausgerechnet im Programm von „Fox News“.

  • Fox News hat eine Pressekonferenz zur US-Wahl 2020 gesendet - und die Übertragung abgebrochen.
  • Der konservative US-Sender galt Donald Trump bislang als eher gewogen.
  • Die Interpretation des Vorfalls im Live-TV fällt unterschiedlich aus.

Washington - Als Donald Trump* kürzlich über „Lamestream Media“ twitterte, kann er mit dem Kofferwort aus „lahm“ und „Mainstream-Medien“ eigentlich nicht Fox News gemeint haben. Der amtierende US-Präsident bezeichnete verschiedene Moderatoren des konservativen US-Senders in der Vergangenheit sogar als seine Freunde. Den TV-Host Neil Cavuto allerdings nie. Und wie der dem Trump-Team nach der US-Wahl 2020 in die Parade fuhr, wird von Beobachtern als schlechtes Omen für Trump genommen.

Was war passiert? Am Montag hatte Fox News in einer von Cavuto moderierten Live-Show kurzerhand von einer Pressekonferenz des Trump-Teams weggeschaltet. Auf der hatte Trump-Sprecherin Kayleigh McEnany den US-Demokraten* von Wahlsieger Joe Biden* zu Beginn unterstellt, dass diese angeblichen Wahlbetrug gutheißen würden. Cavuto unterbrach sie daraufhin: „Wenn sie nicht mehr Details hat, um das zu belegen, kann ich Ihnen das nicht mit gutem Gewissen weiter zeigen“.

Moderator kappt Trump-Sprecherin die Live-Schalte: „War bereits Ziel einer Wutrede gewesen“

Man werde nur wieder zuschalten, wenn Belege für die Behauptungen geliefert würden. Später bekräftigte der Moderator seine Haltung und sagte, es gebe keine Beweise für die Vorwürfe. Trump hatte sich in den vergangenen Tagen immer wieder als Opfer systematischen Wahlbetrugs dargestellt, aber nie stichhaltige Beweise geliefert.

Auf Twitter wird der Clip dieses ungewöhnlichen Fernseh-Moments jetzt bestaunt. „So schockierend, wie es auf den ersten Blick wirkt, ist das Ganze aber nicht“, findet zum Beispiel Chris Stevenson vom britischen Independent in einem aktuellen Meinungsstück. Denn Cavuto sei als Trump-Skeptiker bekannt und sei deshalb bereits „Ziel einer Wutrede des US-Präsidenten bei einer Wahlkampfveranstaltung in Colorado Springs“ gewesen, schreibt er.

Fox News schaltet von Trump-Pressekonferenz weg: Lassen „Cheerleader“ US-Präsident fallen?

Stevenson legt den Fokus lieber auf Spekulationen, wonach Medienmogul Rupert Murdoch, dem auch Fox News gehört, dem amtierenden US-Präsidenten nun „den Rücken kehrt“: „Es sieht so aus, als würden Trumps Cheerleader ihn allmählich fallen lassen.“

Auch das Medienressort des US-Senders CNN macht sich über den TV-Vorfall Gedanken, kommt aber zu einem anderen Schluss. Cavutos Intervention sei zwar „gut“ gewesen, urteilt Journalist Oliver Darcy, der besagten Clip mit McEnany ebenfalls postete. Cavuto habe damit aber nur „die niedrigste Hürde“ genommen. Jetzt zu glauben, Fox News wende sich von Trump ab, sei verfrüht - der Sender „diene“ Trump immer noch, twitterte er:

Dass Trump aktuell so wie in vergangenen Zeiten von Fox News profitiert, lässt sich nach dem kürzlichen Clinch wegen der Sieger-Ausrufung für Arizona sowie dem Live-Patzer der hauseigenen Moderatorin Sandra Smith allerdings bezweifeln. (frs) *Merkur.de gehört zum Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerk.

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